Rangenmühle im Flitterbachtal in Arzberg

Rangenmühle im Flitterbachtal in Arzberg


Die Rangenmühle im Flitterbachtal - Zeuge der Eisenerzgewinnung

Arzbergs viele Mühlen klappern schon lange nicht mehr. Die an der Röslau gelegene Wiesenmühle, die einen Wachszehnt zur Kirche entrichtete war zweifellos die älteste. Die Mühlen im Flitterbachtal dienten längere Zeit der Eisenverarbeitung. So wurde die Rangenmühle um 1590 im Auftrag des Markgrafen von dem Hammerverwalter Friedrich Holl zum Schmieden von Gewehrläufen und Gießen von Geschützkugeln eingerichtet. Seitdem heißt sie auch "alte oder untere Rohrschmiedsmühle".

Bereits 1628 wurde sie von den neuen Besitzern Fabian und Georg Müssel zur Mahlmühle umgewandelt. Das Bild rechts zeigt die Rangenmühle vor dem Brand von 1953.

Im Flitterbachtal, nahe der etwas weiter westlich gelegenen Oberen Rohrschmiedsmühle, wurde im Jahre 1574 der erste Hochofen in Nordostbayern angeblasen. Er blieb bis nach 1700 in Betrieb.

Die ca. fünf Meter hohe Anlage - man könnte sie als technikgeschichtliches Denkmal rekonstruieren - diente zum Schmelzen von Eisenerz. Das durch Blasbälge angefachte Feuer war weithin zu sehen, wenn in Schichten gearbeitet wurde. Unter den schweren Hammer des Hammerschmieds nahm das Roheisen die gewünschte Form an.

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