Wege zur Kur in Bad Alexandersbad

Wege zur Kur in Bad Alexandersbad

Der Begriff Kur umfasst ein breites Spektrum von Therapieverfahren, die je nach Schwere des Krankheitszustandes differenziert zur Vorsorge, Rehabilitation bzw. Linderung bei chronischen Erkrankungen eingesetzt werden, auch wenn er in der neuen Sozialgesetzgebung nicht mehr verwendet wird.
Quelle: "Die Kur" - herausgegeben vom Deutschen Heilbäderverband e.V., Postfach 190147, 53037 Bonn


Hierzu ein paar Tipps und Informationen zu den am häufigsten gestellten Fragen:


Wie lange dauert eine Kur?

In der Regel dauert sowohl die stationäre wie auch die ambulante Kur (je nach Schwere des Krankheitszustandes) ca. 3 Wochen.


Wer hilft bei der Finanzierung und entscheidet über dieNotwendigkeit einer Kur?

Ansprechpartner für die Finanzierung der Kur ist immer die Krankenkasse für Rentner, Hausfrauen und Kinder.Nach einem Arbeitsunfall die Berufsgenossenschaft / bzw. sonstige Unfallversicherungsträger.Für Kriegs- und Wehrdienstgeschädigte das Versorgungsamt.Angehörige von öffentlichen Ämtern (öffentlicher Dienst) wenden sich an Ihre Beihilfestelle, Sozialhilfeempfänger an das Sozialamt.Wer nicht gesetzlich krankenversichert ist, kann natürlich jederzeit auf eigene Kosten zur Kur fahren. Erst nachdem eine neutrale ärztliche Stelle (medizinischer Dienst, Amtsarzt, o.ä.) die Notwendigkeit der Kur begutachtet hat, ist eine Bewilligung eines Sozialleistungsempfängers und dadurch die Teilung oder der Ersatz der Kosten (ganz oder teilweise) möglich.


Wie oft und bis wann darf ich zur Kur?

Seit 1. August 2002 werden ambulante Kuren im Abstand von drei Jahren genehmigt.Bei stationären Kuren darf eine Wiederholungskur erst nach vier Jahren stattfinden.Hier gibt es bei besonders schweren Erkrankungen oder plötzlich neu auftretenden Krankheitsbildern natürlich auch Ausnahmen.Mit dem Erwerb der Altersrente (ab 63.Lebensjahr) verfällt der Anspruch auf Gewährung einer Kur durch die Rentenversicherung. Darauf ist die Krankenkasse erster Ansprechpartner.


Welche Arten von Kurmöglichkeiten gibt es?

 

  • Die ambulante (Früher auch "offene Badekur" genannt.):
    Hier wählen Sie mit Hilfe Ihres Arztes Kurort und Unterkunft selbst.
    Die ärztliche Behandlung trägt die Krankenkasse voll, Kurmittelkosten werden bis zu 85% übernommen. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Krankenkasse! Meist gibt diese einen "Vertragspartner" zur Behandlung vor.
  • Die stationäre (Anschluß-Rehabilitation):
    Hierbei werden grundsätzlich die Kosten übernommen.
    Voraussetzung ist eine Heilmaßnahme unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt.
  • Die Kompaktkur
    sind Kassenleistungen für Gruppen von bis zu 15 Teilnehmern bei besonderen Krankheitsbildern. Intensives Behandlungsprogramm mit Verwendung von z.B. Stundenplänen.
  • Die Mutter/Vater/Kind-Kur
    dient nach §24 und §41 Sozialgesetzbuch bedarfsgerecht dem Rechtsanspruch von Müttern und Vätern, die mit Ihren Kindern bei medizinischen Voraussetzungen zur Kur fahren.
    Auch diese Kurform ist seit dem 1.August 2002 eine Pflichtleistung der Krankenkassen. 


Wichtig!
Die Übernahme der Kurkosten hat keinen Einfluß auf Ihre spätere Rente.
Wenn Sie eine Ablehnung des Kurantrages ohne vorherige persönliche Untersuchung durch den medizinischen Dienst erhalten, sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt durchaus Widerspruch einlegen.


Quelle: "Die Kur" - herausgegeben vom Deutschen Heilbäderverband e.V., Postfach 190147, 53037 Bonn

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