Kartoffel-Erlebnispfad in Kirchenlamitz

Reicholdsgrün: Ansicht des Dorfwirtshauses "Zum Buchwald"

Die Kartoffel

Die Urheimat der Kartoffel befand sich in den Hochlagen der südamerikanischen Anden. Mit den spanischen Eroberern und Seeleuten kam sie im 16. Jahrhundert nach Europa und wurde zuerst von Fürsten, Ärzten und Botanikern als exotische Rarität in botanischen Gärten angebaut.

Im deutschsprachigen Raum ist die Kartoffel seit etwa 400 Jahren bekannt, aber erst die Hungersnöte im 18. Jahrhundert verhalfen ihr zum Durchbruch. 1756 erließ Friedrich der Große den berühmten Kartoffelbefehl, der die Bauern zum Anbau der Kartoffel zwang. Hier in der Region entstand Oberfrankens ältestes Kartoffel-Anbaugebiet.

Die Kartoffelpflanze (Solanum tuberosum) ist ein Nachtschattengewächs. Sie wird heute großflächig angebaut und ist ein gesundes, wohlschmeckendes Gemüse mit vielseitiger Verwendung. Näheres rund um die Kartoffel erfahren Sie auf den acht Schautafeln am Kirchenlamitzer Kartoffel-Erlebnispfad.

Die Kartoffel ist ein Geschenk der Natur. Die Aussaat erfolgt von April bis Mai, die Ernte von August bis Oktober. Geerntet wird das Zehnfache der Aussaatmenge. Die Kartoffelernte (das "Erdäpfelgraben") war früher reine Handarbeit. Das meistgebrauchte Grabgerät war eine zweizinkige Hacke (der "Kräuel). Schon beim Graben fand eine Vorsortierung statt.

Kartoffeldörfer

Großschloppen

An einer Altstraße (Mönchsweg) gelegener Weiler. Benannt nach dem Schloppenbach (slawisch: slopan = die Bachschnelle). 1356 erstmals urkundlich erwähnt. 1499 acht Höfe, die zum Richteramt Kirchenlamitz gehörten, aber nach Weißenstadt fronten. Landwirtschaftlich geprägte Ansiedlung mit einer größeren Anzahl von Gehöften aus dem 18. Jahrhundert und eigenständigen Dorfleben.

Raumetengrün

1356 als Reynbotengrün erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1499 schon als Reymetngrün bezeichnet, das nach Kirchenlamitz fronte und mit seinen 14 ganzen Höfen und 65 Einwohnern auch dorthin eingepfarrt war.
Stets landwirtschaftlich geprägte Ansiedlung mit erfolgreichen Feldbau und regem Dorfleben.

Reicholdsgrün

Reihendorf unter Ensembleschutz am Nordufer des Lehstenbaches. Spätmittelalterliche Gründung im 12. Jahrhundert. Nach mehreren Brandunglücken jeweils im alten Stil neu aufgebaut. Stark von der Landwirtschaft geprägter Fichtelgebirgsort mit charakteristischem Dorf- und Vereinsleben.

 

Der Kartoffelerlebnispfad

Heimatgeschichte erwandern

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Buchhaus (Hinteres Buchhaus), 95158 Kirchenlamitz. 
Von dort aus folgen Sie der Markierung, unserem Maskottchen, der munteren Kartoffel "Knolli". Sie können wählen unter der kleinen, mittleren und großen Tour.

Dauer 2 - 4 Stunden, Wegstrecke ca. 7,5 - 11,5 km.

Hinweis:

In die Wanderung kann eine Besichtigung der Burgruine Epprechtstein und eine Begehung des Steinbruchweges einbezogen werden (ca. 3 km, 2 - 3 Stunden).

Teilen: