Geschichte in Waldershof

Geschichte in Waldershof im Fichtelgebirge

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes "Waltershove" datiert vom 1. Juli 1263. Im Kopialbuch des Klosters Waldsassen, welches im Hauptstaatsarchiv in München aufbewahrt wird, befindet sich eine Urkundenabschrift in lateinischer Sprache, aus der hervorgeht, dass Landgraf Friedrich von Leuchtenberg (bei Weiden/Opf.) mit Einwilligung seines Bruders Gebhardt das Eigentum an seinem Schloss Waldershof dem Kloster Waldsassen übertrug.

Das Schloss wurde um das Jahr 1100 erbaut und bildete den Ausgangspunkt für die Besiedlung des Ortes. Mit Urkunde vom 2. Februar 1463 gewährte Abt Nikolaus IV. von Waldsassen der Ortschaft die Marktrechte. Schloss und Markt blieben bis zur Säkularisation im Jahre 1802 im Eigentum des Klosters Waldsassen. Im Jahre 1963 verlieh der damalige Bayerische Staatsminister des Innern, Heinrich Junker, Waldershof den Titel "Stadt".

Die Stadt Waldershof ist heute eine Industriegemeinde. Handwerk und Gewerbe gaben den Menschen jahrhundertelang Arbeit und Brot. Mit der Errichtung der Porzellanfabrik Haviland zog im Jahre 1907 das industrielle Zeitalter auch in den Markt Waldershof ein. Zeitweise waren in diesem bedeutenden Industriebetrieb über 1000 Arbeitnehmer beschäftigt. Seit der Verlagerung der Porzellanproduktion nach Speichersdorf befindet sich in Waldershof nur noch ein Werksverkauf.
Das älteste Wirtschaftsunternehmen in der Stadt ist das Sägewerk. Es wurde im Jahre 1885 vom Baumeister August Mayer gegründet. Der Betrieb ging im Jahre 1915 im Erbwege auf die Familie Schug über.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Vertriebene in Waldershof eine neue Heimat. Bereits 1949 setzte ein rege Bautätigkeit der bodenständigen Baugenossenschaften ein, um möglichst rasch neuen Wohnraum zu schaffen. Auch der private Wohnungsbau blühte auf.

Im Gefolge des Bevölkerungszuwachses siedelten sich Unternehmen der Blechwarenfabrikation, der Bekleidungsindustrie und des Werkzeug- und Fahrzeugbaus an.

Viele Arbeitnehmer finden einen Arbeitsplatz im benachbarten Marktredwitz, wie auch viele Marktredwitzer in Waldershof beschäftigt sind. Beide Kommunen besitzen und unterhalten eine gemeinsame Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsanlange. In die Infrastruktur hat die Stadt Waldershof seit dem Kriege viele Millionen DM investiert.

Seit dem Abschluss der Gebietsreform erstreckt sich das Gemeindegebiet von der Kösseine bis zum Südhang des Steinwaldes. Besonders die einegemeindeten Ortschaften Schurbach/Kössain und Rodenzenreuth am Fuße der Kösseine sowie Hohenhard, Poppenreuth und Helmbrechts am Nordausläufer des Steinwaldes eignen sich auf Grund ihrer Lage als Urlaubsorte. Sie sind ideale Ausgangspunkte für ausgedehnte Wanderungen und für die Ausübung des Wintersports.

Eine Vielzahl von Vereinen und Verbänden, darunter 8 Freiwillige Feuerwehren, sorgen für ein reiches sportliches und geselliges Leben in allen Ortsteilen.

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