Koppetentor in Wunsiedel

Koppetentor in Wunsiedel im Fichtelgebirge

Der Koppetentorturm ist in seinem Mauerwerk weithin noch der originale mittelalterliche Stadttorturm. Er wurde in den Jahren 1467 bis 1471 im Zuge einer Stadtmauererweiterung errichtet.

Der Turm bekam seinen Namen bereits im ersten Jahr seines Bestehens (1471). Man hieß ihn den "koppeten Turm", aller Wahrscheinlichkeit nach, weil er noch keine ausgebaute Turmspitze hatte. Sie wurde erst ca. 20 Jahre später aufgesetzt.

Über das Aussehen des ältesten Koppetentorturms ist nichts bekannt. Wahrscheinlich hatte er eine einfache pyramidenförmige Spitze (ab 1542 mit Ecktürmchen). Im Jahre 1600 bekam der Turm statt seines Schindeldachs ein Ziegeldach und hieß von da an auch der "Rote Turm". Von 1726 bis 1814 trug der Koppetentorturm eine welsche Haube.

Beim Stadtbrand im Jahre 1834 brannte der Turm ab. Er wurde nach einem (noch vorhandenen) Plan, der im Kreis-Bau-Bureau in Bayreuth angefertigt worden war, im Jahre 1838 in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Auch wenn die heutige "altdeutsche" Turmbekrönung erst aus dem vorigen Jahrhundert stammt, fügt sie sich sehr harmonisch in das Stadtbild ein. Sie ist zu einem Wahrzeichen Wunsiedels geworden und gibt, neben den Kirchtürmen, der Stadt Wunsiedel ihre persönliche, unverwechselbare Note.

Teilen: