03.10.2013

von JD-B° RB

Trailrunning

Rudi Döhnert ist Trailrunner aus Leidenschaft. Der Laufexperte liebt es, bekannte Laufstrecken zu verlassen und neues Terrain zu erkunden

Über Stock und Stein: Der 44-jährige Rheinländer Rudi Döhnert hat nach 22 Marathons (Bestzeit 2:33h) Straßenläufen den Rücken gekehrt und sich dem Trailrunning verschrieben. Mit Erfolg: In den vergangenen beiden Jahren gewann er mehrere Trail-Laufwettbewerbe über Ultra-Distanzen bis 100 km, darunter zweimal den "Chiemgauer 100"

"Trailrunning" liegt im Trend: Immer mehr Läuferinnen und Läufer zieht es auf unbefestigte, unbekannte Wege. Einfach die alten Pfade verlassen, den Kopf frei bekommen und die Natur genießen - das steht für die meisten im Vordergrund. Wettbewerbe sind eine willkommene Steigerungsform, abenteuerliche Extreme wie Transalpin-Läufe nicht ausgeschlossen. Wie man seinen persönlichen Traillauf so richtig genießen kann, verrät Rudi Döhnert, Trail-Experte von Runners Point.

Sport bei jedem Wetter

Trailrunning ist ein Sport für jede Jahreszeit. Schlamm und Schmutz gehören dazu. Wer sich erstmals ins Gelände wagt, sollte jedoch bei gutem, trockenem Wetter starten. "So muss man nicht gleich auf rutschige Passagen achten", erklärt Döhnert. "Entweder wählt man eine sichere Strecke und folgt einem ausgeschilderten Wanderweg, oder man läuft einfach drauflos und lässt sich überraschen."

Der 44-Jährige ist Trailläufer aus Leidenschaft. Nach 22 Marathons hat er der Straße den Rücken gekehrt und mehrere Ultra-Trailläufe gewonnen. Eine seiner wichtigsten Erfahrungen: "In der freien Natur sollte man für jedes Wetter gewappnet sein." Döhnert selbst nimmt bei längeren Touren einen Rucksack mit. Darin stecken Getränke und Riegel, Jacke, Multifunktionstuch (Buff), Kleingeld, Mobiltelefon und - je nach Streckenwahl und Tageszeit - Kamera, Stirnlampe und Karte. "Die Laufrucksäcke der neuen Generation passen wie eine Weste und stören nicht", findet er.

Stöcke für die Berge

Bei größeren Steigungen hält der Experte auch Trailstöcke für sinnvoll. "So nutzt man die Arme zum Vortrieb und trainiert zugleich den Oberkörper."

Die Wahl des Schuhs und seines Profils ist dagegen eine Wissenschaft für sich. Sie hängt vom Untergrund und von individuellen Vorlieben ab. "Erste Erfahrungen lassen sich durchaus in normalen Straßen-Laufschuhen machen", so Döhnert. Später sind Tipps von erfahrenen Freunden oder eine Beratung durch Spezialisten wichtig, zum Beispiel in den Laufshops von Runners Point.

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