25.07.2014

von B° RB

Biowärme Funkendorf GbR gegründet

Funkendorf weiter auf Kurs zum Bioenergiedorf

Region Bayreuth

Der Ortsteil Funkendorf ist einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bioenergiedorf weiter gekommen: Am 2.7.2014 gründete sich im
Gemeindezentrum Prebitz die Biowärme Funkendorf GbR mit elf
Gründungsgesellschaftern. Bei der Veranstaltung wurden drei Geschäftsführer
gewählt, die gemeinsam mit einer Planungsgruppe die nächsten Aufgaben
anpacken. Mit dem Bau des Nahwärmenetzes soll 2015 begonnen werden.

Bei der Gründungsveranstaltung, zu welcher die Bioenergieregion Bayreuth
eingeladen hatte, stellte Martin Kastner von der Energievision Frankenwald GbR
zunächst die Voruntersuchungen zur Wirtschaftlichkeit vor. Die Basis der geplanten
Wärmeversorgung, die Biogasanlage Funkendorf, kann so viel Wärme liefern, dass
sie auch in Spitzenlastzeiten alle Haushalte versorgen kann. Die Finanzierung erfolgt zu einem Drittel auf Basis von Mitteln aus der Dorferneuerung und Zuschüssen der KfW-Bank. Der Rest soll aus Eigenmitteln und zinsgünstigen Darlehen der KfW-Bank bestritten werden. Die Gesamtkosten betragen zum aktuellen Planungsstand ca. 730.000 Euro.

Infofahrt und Wahl der Geschäftsführung

Die drei bei der Gründungsversammlung gewählten Geschäftsführer – Stefan Potzel, Peter Senfft und Stefan Kausler üben ihre Tätigkeit zunächst nur kommissarisch aus. Die Geschäftsführung soll nämlich neu bestimmt bzw. bestätigt werden, wenn alle Nahwärmeinteressenten der neuen Gesellschaft beigetreten sind. Die Neuwahl wird am 26. Juli 2014 stattfinden. An diesem Tag lädt die Biowärme Funkendorf alle Interessierten zu einer Informationsfahrt zu einem vergleichbaren Nahwärmeprojekt bei Rehau ein. Nach der Besichtigung wird auf der Rückfahrt Station zum Mittagessen gemacht und im Anschluss daran die Wahl abgehalten.

Aufgaben der Biowärme Funkendorf GbR

Die neue als GbR geführte Gesellschaft ist nur für eine Übergangszeit notwendig.
Sie soll den Weg für das Nahwärmenetz bereiten, indem sie eine detaillierte
Kostenanalyse und Netzplanung erstellen lässt und mit den Haushalten
Wärmelieferungsvorverträge abschließt. Wenn später das Nahwärmenetz in Betrieb
ist, muss aus haftungsrechtlichen Gründen eine andere Rechtsform für die
Gesellschaft gewählt werden, z.B. die Genossenschaft oder die GmbH und Co KG.

Damit die GbR die nötigen Finanzmittel für die ersten Schritte zur Verfügung hat,
wird von jedem Gesellschafter eine Einlage von 150 Euro erhoben. Es wird
angestrebt, dass jeder Haushalt, der Biowärme beziehen will, der Gesellschaft
beitritt. Die Einlage von 150,- Euro wird nach Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes wieder erstattet.

Unter www.Funkendorf.wordpress.com wurde ein Website online gestellt, auf
welcher im Lauf der nächsten Woche alle wichtigen Projektschritte und aktuelle
Informationen zu finden sein werden, z.B. zur Wirtschaftlichkeit, Netzplanung oder
zur Infofahrt am 26. Juli 2014.

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