22.10.2014

von B° RB

Arzneimittel in todsicherer Dosis

Die Pharmazeutin Agatha Christie. Ausstellung vom 25. Oktober 2014 bis 25.Mai 2015 im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel

Die Pharmazeutin Agatha Christie

Giftmorde stellen seit jeher eine beliebte Methode dar, um unliebsame Personen aus dem Weg zu schaffen. Auch die „Lady of crime“, Agatha Christie, zog das sanfte Mordmittel Gift den brutaleren Tötungsmethoden vor. Arsen, Morphin, Digitalis – in 70 ihrer über hundert Romane und Kurzgeschichten fallen die ahnungslosen Opfer verschiedenen Giften oder auch überdosierten Arzneimitteln zum Opfer. Agatha Christie schildert die Gifte in ihrer Wirkung und Erscheinung dabei so genau und umfassend, dass ihr sogar Toxikologen pharmazeutisches Wissen auf Lehrbuchniveau bescheinigen.

Fakten
Arzneimittel in todsicherer Dosis. Die Pharmazeutin Agatha Christie vom 25. Oktober 2014 bis 25.Mai 2015 im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel

Eröffnung am 24. Oktober um 19 Uhr

Der Grund für ihr detailliertes Wissen liegt in ihrer pharmazeutischen Ausbildung. Bereits als Krankenschwester beim britischen Roten Kreuz während des Ersten Weltkrieges in einem Feldlazarett und später als akribisch arbeitende Apothekenassistentin, sammelte sie Erfahrungen im Umgang mit den verschiedensten Giften. Diese toxikologischen Kenntnisse ließ sie später in die meisten ihrer Romane einfließen und wurde mit über zwei Milliarden verkauften Büchern zu einer der erfolgreichsten Kriminalautorinnen der Welt.

Die neue Ausstellung im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel, konzipiert vom Sächsischen Apothekenmuseum Leipzig und überarbeitet vom Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim, zeigt eine Vielzahl von Exponaten, die für den Umgang, die Verarbeitung und den Verkauf von giftigen Stoffen nötig waren. Dazu gehören nicht nur Giftfläschchen, sondern auch Handwaagen, Pillenmaschinen und filigrane Messzylinder. Keramik-Reibschalen zum Zerkleinern oder Strecken toxischer Substanzen geben einen Einblick in die heikle Arbeit eines Apothekers, denn schon Paracelsus wusste: „Die Dosis macht das Gift.“ So werden fast alle ausgestellten Substanzen, noch heute in homöopathischer Dosis als Arzneimittel verwendet. Zwischen Heilung und Verderben liegt eben oft nur ein schmaler Grat.

Die Ausstellung wird von einem todsicheren Veranstaltungsprogramm begleitet.

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