07.12.2017

von B° RB

Basilikakonzerte 2018

Waldsassen: Das Konzertprogramm 2018 lässt Sie die Musik in einer neu renovierten und strahlenden Basilika erleben

Basilika Waldsassen

K1 - 25.03.2018 - 17.00 Uhr
Passionskonzert
Marcel Dupré (1886-1971): „Der Kreuzweg“ op. 29


Gerhard Siegl, Orgel
Als eines der eindrucksvollsten Werke der Orgelliteratur gelten die Orgelmediationen über die 14 Kreuzweg-Stationen von Marcel Dupré. „Le Chemin de la Croix“ op.29 – so lautet der Originaltitel dieses Werkes, dessen Ursprung ein Improvisationskonzert bildet, das Dupré am 13. Februar 1931 im Brüsseler Konservatorium gespielt hatte.

Ein Jahr später erfolgte im Pariser Trocadero-Palast die Uraufführung des in schriftlicher Form fixierten Werkes, das noch heute einer der wesentlichen und wichtigen Beiträge zum Orgelrepertoire des 20. Jahrhunderts ist.

-----

K2 - 06.05.2018 - 17.00 Uhr
Marienkonzert
Claudio Monteverdi (1567-1643): Vespro della Beata Vergine „Marienvesper“ SV 206


Sopran: Susanne von Sicherer, Antonia Schillinger, Birgit Schönberger, Ira Maria Scholz
Alt: Martina Koppelstetter, Elke Rutz
Tenor: Rainer Seifert, Gerhard Hölzle, Klaus Steppberger, Manuel Warwitz
Bass: Michael Mantaj, Christian Maria Schmidt
Kammerorchester der Basilikakonzerte Waldsassen
KMD Andreas Sagstetter, Leitung

Seine „Marienvesper“ komponierte Claudio Monteverdi im Umfeld seiner berühmten Oper „L´Orfeo“ im Jahre 1610. Der Beginn des 17. Jahrhunderts stellt in der Musikgeschichte einen gravierenden Einschnitt dar. Die rhetorisch-musikalischen Affekte, die Monodie, das Spiel mit verschiedenen instrumentalen und vokalen Gruppierungen und vieles mehr, trugen vor allem zur Textausdeutung bei. Auf dieser Grundlage konnte die Gattung der Oper, aber auch ein neues Verständnis für die musikalische Umsetzung von Liturgie entstehen. Claudio Monteverdi verstand es zur damaligen Zeit, wie kein anderer, die neuen Entwicklungen mit den schon vorhandenen Ausdrucksformen zu kombinieren und sensibel mit dem zu vertonenden Text umzugehen. Diese Gabe spiegelt sich sowohl im „L´Orfeo“, als auch in seiner „Marienvesper“ wider.

-----

K3 - 17.06.2018 - 17.00 Uhr
Orgelkonzert
Martin Bernreuther
Werken von Louis Marchand, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Vivaldi und Charles-Marie Widor


Martin Bernreuther studierte Katholische Kirchenmusik und Konzertfach Orgel an der Staatlichen Hochschule für Musik in München bei Professor Franz Lehrndorfer. Nach den Abschlüssen Kirchenmusik Diplom A, Künstlerisches Diplom „Mit Auszeichnung“ und dem Erhalt des Meisterklassen-Diploms ergänzte er seine Studien als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Paris.

Im Anschluss daran wurde Bernreuther zum Professor für Orgel und Improvisation an die Hochschule der Künste der Katholischen Universität von Porto, Portugal, berufen.
Ein Höhepunkt in der Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern und Solisten waren die Rundfunk- und Fernsehaufnahmen der Großen Messe in c-moll von Wolfgang Amadeus Mozart unter der Leitung von Leonard Bernstein. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn in Kirchen und Kathedralen des In- und Auslands, darunter Bamberg, Fulda, München, Lucca, Regensburg, Porto, Tallin, Warschau, Wien, Paris und São Paulo u.a.

Nach mehrjähriger Tätigkeit am Münchner Dom und an der Pfarr- und Klosterkirche St. Birgitta und St. Alto in Altomünster wurde er 2002 zum Domorganisten am Eichstätter Dom und amtlichen Orgelsach-verständigen des Bistums ernannt.
Bernreuther ist gefragter Juror bei Wettbewerben, Herausgeber von Orgelwerken und Gastdozent an verschiedenen Instituten.

-----

K4 - 08.07.2018 - 17.00 Uhr
Geistliches Bläserkonzert
Blechbläserensemble Harmonic Brass


Manfred Häberlein, Tuba
Thomas Lux, Posaune
Elisabeth Fessler, Trompete
Hans Zellner, Trompete
Andreas Binder, Horn

Strahlende Blechbläser mit lupenreinem Sound: Das weltberühmte Münchner Blechbläserquintett Harmonic Brass präsentiert ein wunderbares Programm in der Basilika:

Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, dazu das berückend schöne Concierto de Aranjuez von Jaquin Rodrigo sowie die Ouvertüre aus Gioaccino Rossinis Oper Der Barbier von Sevilla.

Mit jährlich über 100 Konzerten weltweit ist Harmonic Brass das erfolgreichste Quintett Europas. Als Musiker und Dozenten sind die Mitglieder dieses Ensembles in allen großen Musikmetropolen zuhause und kümmern sich zudem um ihr South African Brass Project, das sozial benachteiligte Jugendliche in Südafrika mit Musikinstrumenten aus Deutschland versorgt.

-----

K5 - 05.08.2018 - 17.00 Uhr
Orgelkonzert
Prof. Günther Kaunzinger (Würzburg)
Werke von Johann Sebastian Bach, Marco Enrico Bossi, Louis Vierne und Improvisation über gegebene Themen


Günther Kaunzinger debütierte am Klavier im Alter von 12 Jahren. Nach einem umfangreichen Musikstudium (Klavier, Orgel, Komposition, Dirigieren), das er mit höchsten Auszeichnungen abschloss, ging er nach Paris, wo er sechs Jahre mit Maurice Duruflé, Marie-Claire Alain und Jean Guillou arbeitete und während dieser Zeit zahlreiche Wettbewerbe gewann. 1974 wurde er an den Lehrstuhl für Orgel an die Hochschule für Musik in Würzburg berufen, wo er auch für einige Zeit eine Klavierklasse leitete. Sein durch zahlreiche Konzerte dokumentierter internationaler Ruf veranlasste die „Catholic University of America“ in Washington D.C., ihn zum „Head oft he Organ Department“ zu ernennen; gleichzeitig versah er das prestigeträchtige Amt eines „Artists in Residence“ am dortigen „National Shrine“.

Nach Deutschland zurückgekehrt, begann er eine rege Tätigkeit mit CD-Einspielungen, die mehrmals mit Preisen ausgezeichnet wurde. Im Jahr 1987 spielte er auswendig das Gesamtwerk von César Franck, Charles-Marie Widor und Louis Vierne, was ihm höchste Anerkennung einbrachte und die Kritik zu Äußerungen wie „ein wirkliches Genie“ (Mexiko), „der Liszt der Orgel“ (Italien), „der große Virtuose“ (Leonard Bernstein) veranlasste.

Seine Ästhetik von Orgel und Orgelspiel fühlt sich einem farbig-orchestralen Ideal verpflichtet, was auch in seinen zahlreichen Transkriptionen und in den von ihm entworfenen Instrumenten (darunter die Orgel der Basilika Waldsassen mit 103 Registern) zum Ausdruck kommt. In den von ihm geleiteten „Memminger Meisterkursen für Orgelinterpretation“ gibt er sein Wissen an die jüngere Generation weiter, die ihn als einen hochangesehenen Künstler zu schätzen weiß.

-----

K6 - 30.09.2018 - 17.00 Uhr
“Orgel und Horn - Seele der Musik”

Christoph Eß, Horn
Johannes Berger, Orgel


Was alles einen wahren Helden ausmacht, hat Georg Philipp Telemann 1728 in Noten festgehalten. Aus dessen „Heldenmusik“ stammen die sieben Märsche, welche die besonderen Charakterzüge eines Heroen beschreiben. Weniger martialische Qualitäten sind gefragt, vielmehr Tugenden wie Ruhe, Würde, Gnade und Liebe.
Der renommierte Hornist Christoph Eß und Orgelvirtuose Johannes Berger stellen nicht nur moralische Betrachtungen an, sondern vor allem auch die Modulationsfähigkeit ihrer Instrumente vor. In der Romantik galt das Horn als die Seele der Musik. Oft wurde es zur Zeichnung von Naturstimmungen eingesetzt, spürbar auch im „Gammal Fäbodpsalm“ von Oskar Lindberg.

-----

K7 - 11.11.2018 - 16.00 Uhr
Großes Herbstkonzert
Giacomo Puccini (1858-1924): Messa di Gloria
Antonín Dvořák (1841-1904): Te Deum op. 103


Chor der Basilika Waldsassen
Chor Rastislav Blansko
Orchester Czech Virtuosi
KMD Andreas Sagstetter & Jaroslav Martinásek - Leitung

Der Chor der Basilika Waldsassen mit seinem Leiter Andreas Sagstetter kann auf eine über 50jährige kirchenmusikalische Konzert-Tradition zurückblicken. Die Hauptaufgabe des Chores liegt jedoch in der musikalischen Gestaltung der Liturgie des Kirchenjahres. Aber auch als Konzertchor tritt das Ensemble regelmäßig in Erscheinung, wie zum Beispiel bei den jährlich stattfindenden Herbstkonzerten in der Basilika.

Seit dem ersten Konzert mit dem Chor RASTISLAV Blansko im Jahr 2009 bildet das gemeinsame Herbstkonzert der beiden Chöre einen Höhepunkt im Konzertjahr der Basilika.

Die Gründung des Chores RASTISLAV Blansko geht auf das Jahr 1862 zurück. Trotz schwerer Zeiten ist die Tradition des Gesangs in Blansko über die Jahrzehnte erhalten geblieben. Seit 1986 leitet Jaroslav Martinasek den heutigen Chor. Unter seiner Leitung konzentriert sich der Chor zunehmend auf die geistliche Chormusik.

RASTISLAV wurde mehrere Male als bester Chor des Tschechischen Chorvereins ausgezeichnet. Konzerte im In- und Ausland sind fester Bestandteil im Chorleben des Chores.

-----

K8 - 01.12.2018 - 15.30 Uhr
K9 - 02.12.2018 - 16.00 Uhr
Adventskonzerte
Dresdner Bläserweihnacht
Blechbläserensemble Ludwig Güttler


Advent und Weihnachten sind untrennbar mit Musik verbunden. Für die Weihnachtskonzerte seines Blechbläserensembles schöpft Ludwig Güttler aus dem unerschöpflichen Reichtum weihnachtlicher Werke von Komponisten aus vier Jahrhunderten vom leicht singbaren, schlichten Choral bis zu aufwendig gearbeiteten Werken u.a. von Johann Sebastian Bach, Giovanni Gabrieli, Georg Friedrich Händel, Michael Praetorius.

Das Blechbläserensemble Ludwig Güttler wurde 1978 durch Ludwig Güttler in Dresden ins Leben gerufen. Es vereinigt Solisten der Sächsischen Staatskapelle, der Dresdner Philharmonie, des Gewandhausorchesters Leipzig und der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Konzertreisen führten durch Europa sowie nach Asien. CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen dokumentieren die Arbeit eindrucksvoll. Gerühmt wird vor allem, wie es Ludwig Güttler gelingt, seine durch kammermusikalisches und solistisches Spiel erworbenen Erfahrungen auf die Blechbläserbesetzung zu übertragen, um auch hier höchst lebendig, flexibel und schattiert zu musizieren. Jedes Programm reizt mit unbekannten oder selten erklingenden Werken, die Güttler ausgegraben oder eingerichtet hat. Die Konzerte des Blechbläserensembles Ludwig Güttler, das meist auf modernen Orchesterinstrumenten deutscher Bauart spielt, erfreuen sich außergewöhnlicher Beliebtheit, sie sprechen Hörer jeder Altersgruppe an.

-----

K10 - 08.12.2018 - 15.30 Uhr
K11 - 09.12.2018 - 16.00 Uhr
Weihnachtskonzerte
Georg Friedrich Händel (1685-1759): The Messiah (englisch)


Sopran: Susanne von Sicherer, Birgit Schönberger
Alt: Martina Koppelstetter, Elke Rutz
Tenor: Hermann Oswald, Andreas Hirtreiter
Bass: Bernhard Spingler, Thomas Hamberger
Kammerorchester der Basilikakonzerte Waldsassen
KMD Andreas Sagstetter, Leitung

Das Oratorium Messias von Georg Friedrich Händel gehört zu den berühmtesten und meist gespielten Werken. Bemerkenswert ist es, dass für diese Komposition keine endgültige Fassung existiert. Vielmehr stellte der Komponist bei seinen Konzerten die Folge der einzelnen Sätze so zusammen, wie es der Intention und Anforderung der jeweiligen Aufführung entsprach. Auch bei den Weihnachtskonzerten, hier in der Basilika Waldsassen, soll so gehandelt werden. Es wird eine etwas verkürzte und kammermusikalische Fassung, bei der aber der sog. „Weihnachtsteil“ im Zentrum stehen soll, des Messias zu hören sein. 

Passend zum Thema

Stefan "Das Eich" Eichner spielt Reinhard Mey. Konzert am 17.12.2017, 20 Uhr, im Kulturboden Hallstadt

Faun kommen am 7. Dezember in die Würzburger St. Johannis-Kirche

pur! Vol. 5 – das Konzert 2017. Am 3.11.2017 I 20 Uhr in der Konzerthalle Bamberg

Mehr aus der Rubrik

Der Fürther Comedian Volker Heißmann & die Nürnberger Symphoniker kommen am Freitag, 12. Januar 2018, 20 Uhr, in die Speichersdorfer Sportarena

Gründung des Vereins "Freunde der Basilika Waldsassen"

Teilen: