10.07.2014

von B° RB

Casting für Dreharbeiten zu ELSER

Casting für Komparsen und Kleindarsteller aus der ganzen Region am 13. Juli. Informationsabend für Anwohner am 16. Juli

Casting

Der historische Stadtkern von Weidenberg wird nach Marcus H. Rosenmüllers „Perlmutterfarbe“ wieder Schauplatz für die Dreharbeiten eines Kinofilms. Ende August wird hier ELSER gedreht und Weidenberg wird die Kulisse für Hermaringen, den Heimatort Georg Elsers geben.

Die Dreharbeiten des Films haben bereits am 1. Juli in Baden-Württemberg begonnen und die Vorarbeiten für den Drehort Weidenberg laufen bereits parallel. Hier werden Ausstattung und Aufnahmeleitung in den kommenden Wochen u.a. historische Umbauten vorbereiten. Während der Dreharbeiten selbst wird es zu zeitweisen unvermeidbaren Verkehrssperrungen kommen, die jedoch in den Medien zeitnah bekannt gegeben werden.

Zudem werden für den Film Komparsen benötigt. Durchgeführt wird das Casting  vor Ort vom Filmbeauftragten Michael von Hohenberg, der der Produktionsfirma Lucky Bird Pictures im Vorfeld  durch das Projekt Filmregion Ostoberfranken diverse Locations aus der Region angeboten und die Koordination zwischen Gemeinde und Filmproduktion übernommen hatte. Er ist auch bis zum Ende der Dreharbeiten Ansprechpartner vor Ort und steht in engem Kontakt mit der Gemeinde und der Filmproduktion.

Stattfinden wird das Casting für Komparsen und Kleindarsteller am 13. Juli von 14-18 Uhr im Schloss Weidenberg (Am alten Schloss 1, Weidenberg). Interessenten sollten idealerweise ungeschminkt zum Casting kommen, Ausschlusskritierien für diesen Film sind sichtbare Piercings, sichtbare Tätowierungen, sichtbar gefärbte Haare und tiefe Solariumsbräune. Vor Ort werden Fotos gemacht, das Casting ist kostenlos. Die Caster um Michael von Hohenberg werden versuchen, vielen Interessierten aus Weidenberg und der Region einen Platz im Film zu verschaffen, von Hohenberg weist jedoch darauf hin, dass „die Anzahl der Komparsenrollen begrenzt ist, so dass leider nicht jeder, der Interesse hat, auch dabei sein kann“. Wer nicht in die gewünschten Kriterien passt, kann sich jedoch in die  Kartei aufnehmen lassen, um bei anderen Produktionen dabei sein zu können. Wer an diesem Tag nicht kann, hat zudem die Möglichkeit sich per Email mit Foto und kompletten Kontaktdaten unter info@filmregion.tv zu bewerben.

Bürgermeister Hans Wittauer freut sich sehr über die Dreharbeiten: „Das ist ein tolles Ereignis für Weidenberg und wird unseren Ort viel bekannter machen, zumal die Geschichte hinter dem Drehbuch eine historisch sehr wichtige ist. Ich bitte daher alle unsere Mitbürger die Macher nach Kräften zu unterstützen und die kleinen Einschränkungen während der Dreharbeiten gelassen hinzunehmen.“

Am 16. Juli um 19.00 Uhr sind alle Anwohner des oberen Marktes zu einem Informationsabend im Bürgerhaus (oberer Saal) eingeladen. Dort wird über die Dreharbeiten selbst, die temporären Umbaumaßnahmen und die Einschränkungen durch Sperrungen für die Dreharbeiten informiert.  Anwesend sein werden Bürgermeister Hans Wittauer und Vertreter der Filmproduktion.

Bei Fragen zu Casting, Verkehrssperrungen etc. wenden Sie sich bitte an Michael von Hohenberg unter info(at)filmregion.tv.

Bei generellen Fragen zur Produktion und zum Film wenden Sie sich bitte an die betreuende Agentur boxfish films, Philipp Graf: graf@boxfish-films.de.

Zum Film: Georg Elser, ein Schreiner aus Königsbronn in Schwaben, ist ein Mann, der die Weltgeschichte ändern und Millionen Menschenleben hätte retten können. Es waren 13 Minuten. 13 Minuten, die gefehlt haben, dass eine von ihm gebaute Bombe Adolf Hitler und seine Paladine zerrissen hätte. Doch es kam anders an diesem 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller: Hitler verlässt den Ort des Attentats zu früh - und Elser scheitert grausam.

Wer war dieser Mann, der die Gefahr, die von Hitler ausging, früher erkannte als viele andere, der handelte, als alle anderen, einschließlich der deutschen Generäle, mitliefen oder schwiegen? Was sah er, was unsere Eltern oder Großeltern nicht sahen oder sehen wollten? Der Mann der seinen Folterknechten ins Gesicht sagte, dass er das Blutvergießen des absehbaren Weltkrieges verhindern wolle?
Der Film ELSER erzählt die Hintergründe des fehlgeschlagenen Anschlags im Bürgerbräukeller und zeichnet ein packendes, emotionales Porträt des Widerstandskämpfers, den sie in seiner Heimat den „kleinen Schorsch“ nannten. Eine Geschichte von seinen frühen Jahren auf der schwäbischen Alb - als auch in seinem Heimatort der Nationalsozialismus Einzug hielt - bis hin zu seinen letzten Tagen im KZ Dachau, wo er kurz vor Kriegsende auf Befehl desjenigen ermordet wird, den er selbst zur Strecke bringen wollte, Adolf Hitler.

Die Geschichte: Während der Jubiläumsrede Hitlers im Münchner Bürgerbräukeller am 8. November 1939 wird ein Mann an der schweizerischen Grenze wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert eine Bombe unmittelbar hinter dem Rednerpult des „Führers“ und reißt acht Menschen in den Tod. Der festgenommene Mann ist Georg Elser (Christian Friedel), ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn. Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Zünder für Sprengladungen findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe (Burghart Klaußner) und dem Gestapochef Heinrich Müller (Johann von Bülow) zum Verhör vorgeführt. Elser erfährt, dass sein Vorhaben gescheitert ist, dass der Mann, den er töten wollte, um das drohende Blutvergießen des absehbaren Weltkriegs zu verhindern, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat, um den Feldzug gegen Frankreich zu planen. Tagelang wird er von Nebe und Müller „verschärft verhört“, tagelang hält er ihrer Folter stand. Bis  er schließlich gesteht - dabei jedoch bekräftigt, dass er ganz allein gehandelt hat. Ohne Hintermänner und ohne Wissen seiner Freunde, Familie und seiner Geliebten Elsa (Katharina Schüttler). Von ihr und von allen anderen hatte er sich in den Monaten zuvor distanziert, um sie nicht mit ins Unglück zu reißen, sollte seine Tat scheitern. Seine Tat, an die er schon seit den Tagen in der schwäbischen Heimat dachte, als er sich mit seinem besten Freund Josef Schurr (David Zimmerschied) vom aufkommenden Nationalsozialismus abwandte. Und die ihn nach der Befragung durch Nebe und Müller aus dem Untersuchungsgefängnis über Sachsenhausen nach Dachau führt, wo er wenige Tage vor Ende des Kriegs auf Befehl Hitlers ermordet wird.
Regie führt Oliver Hirschbiegel, der in Vergangenheit bereits mit Filmen wie Das Urteil, Das Experiment und Der Untergang sein Gespür für außergewöhnliche Stoffe bewiesen hat. Nach Five Minutes of Heaven, Invasion und zuletzt Diana ist ELSER nun die erste deutsche Produktion Hirschbiegels seit 2005.

Diese realisiert er mit einem hochkarätigen Darstellerensemble. So wird Christian Friedel (Das weiße Band, Russendisko) in der Titelrolle des Georg Elser zu sehen sein, Elsers Lebensgefährtin Elsa wird von Katharina Schüttler (Unsere Mütter, unsere Väter; Oh Boy) verkörpert. Arthur Nebe wird Burghart Klaußner (Das weiße Band, Nachtzug nach Lissabon) spielen, Gestapochef Heinrich Müller Johann von Bülow und Josef Schurr David Zimmerschied.

Und auch hinter der Kamera versammeln die Produzenten Oliver Schündler und Boris Ausserer von der Münchner Lucky Bird Pictures und Fred Breinersdorfer (Delphi Medien, Stuttgart) - von dem u.a. das Drehbuch zum Oscar®-nominierten Sophie Scholl stammt und der gemeinsam mit Léonie-Claire Breinersdorfer auch das Drehbuch zu ELSER geschrieben hat - ein hochqualifiziertes Team: Die Kamera führt Judith Kaufmann (Die Fremde, Zwei Leben), das Szenenbild entwerfen Benedikt Herforth (Rommel, Hindenburg) und Thomas Stammer (Unsere Mütter, unsere Väter; Herr Lehmann). Als historischer Berater steht der Produktion Professor Dr. Peter Steinbach zur Seite.

Gedreht wird ELSER vom 1. Juli bis Anfang September in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Südtirol.

In die deutschen Kinos kommt der Film am 2. April 2015, fast genau 70 Jahre nach dem Tod Georg Elsers im April 1945.

Den deutschen Verleih übernimmt NFP marketing & distribution*, den Weltvertrieb Beta Cinema.

ELSER, ein Oliver Hirschbiegel Film, produziert von Boris Ausserer, Oliver Schündler und Fred Breinersdorfer, ist eine Produktion der Lucky Bird Pictures in Koproduktion mit dem SWR (federführend Manfred Hattendorf und Michael Schmidl) sowie ARD Degeto (Christine Strobl), BR (Claudia Simionescu), WDR (Götz Bolten), ARTE (Andreas Schreitmüller), Delphi Medien, der Philipp filmproduction (Philipp Hoepp) sowie der Broth Film.

Gefördert wird die Produktion vom FFF FilmFernsehFonds Bayern, der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, dem Medienboard Berlin-Brandenburg sowie der BLS Südtirol.

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