21.07.2014

von B° RB

Der Weg zum Himmel

Theaterpreisverleihung 2014 - Luisenburg ehrt Nachwuchstalente

v.l.n.r. Simone Bartzick (Vorjahres-Preisträgerin), Michael Lerchenberg (Intendant der Festspiele), Pirmin Sedlmeir (Theaterpreisträger 2014), Georg Oswald, (Mitglied der REHAU Gruppengeschäftsleitung), Anna K. Rettinger (Preisträgerin des Sonderpreises 2014), Karl-Willi Beck (Bürgermeister der Stadt Wunsiedel), William Danne (Theaterpreisträger 2014) und Sebstian M. Winkler (Vorjahres-Preisträger)

Am Sonntag, den 20. Juli 2014, 20:00 Uhr gaben die Festspiele vor Vorstellungsbeginn der „Comedian Harmonists“ öffentlich ihre diesjährigen Förderpreisträger bekannt. Die Fachjury um Intendant Michael Lerchenberg, setzte sich aus fünf Kultur-Experten zusammen: Andrea Herdegen von der Frankenpost, Holger Stiegler vom Neuen Tag, Eva Maria Fischer von der Süddeutschen Zeitung, Norbert Küber vom Radiosender BR5 und Rudolf Görtler vom Fränkischen Tag. Sämtliche Produktionen der Spielzeit nahmen die Theaterkenner in Augenschein. Verliehen wurden die begehrten Auszeichnungen, wie in den Vorjahren in drei Kategorien: Zwei gleichrangige Darsteller-Awards als Ehrungen für Schauspieler, die das dreißigste Lebensjahr noch nicht überschritten haben und von der Bühne auch zuvor noch keinen Theaterpreis erhielten und dazu der sogenannte „Extra-Applaus“, der als Sonderpreis und besondere Anerkennung für Bühnenleistungen außerhalb des unmittelbaren Rampenlichtes vergeben wird.

Den mit 1000 Euro dotierten Förderpreis der REHAU AG übermittelte Vorjahrespreisträgerin Simone Bartzick an William Danne:

Der Sauerländer überzeugte die Juroren durch seine Rolle als Boygroup-Gründer Harry Frommer-mann im Musical „Die Comedian Harmonists“.

„Wie sein reales Vorbild“, so die große Laudatio, „hat auch Danne alle Qualitäten eines Entertainers: Er sprüht vor Charme, ist der augenzwinkernde Stichwortgeber der komödiantischen Szenen“ und mimt „authentisch die Verbitterung des tragischen Helden“. „Auf der Luisenburg“, so die Jury weiter, „hat William Danne bei seinen Engagements jeweils eine mächtige Schippe Talent und Können draufgelegt. – Nun krönt er diese steil aufwärtsstrebende Entwicklung als einer der ’Comedian Harmonists’.“

Als Appell an den weiteren Erfolgsweg heißt es aus Reihen der Jury herzlich: „’Irgendwo auf der Welt’, so im Song der ’Harmonists’, ’fängt mein Weg zum Himmel an.’ Der Nachwuchspreis soll William Danne weiter anspornen, aber auch immer daran erinnern, dass die Granitstufen der Luisenburg ein Teil seines Weges waren. Wer weiß, wo er noch hinführt, ’irgendwo, irgendwie, irgendwann’?

Den mit 1000 Euro bedachten Förderpreis der Stadt Wunsiedel übergab Vorjahrespreisträger Sebastian M. Winkler an Pirmin Sedlmeir:

Der junge Starnberger Schauspieler von der Berliner Universität der Künste, der bereits am Hamburger Schauspielhaus sein Können zeigen konnte, spielte den Pylades in Goethes ’Iphigenie’. „Die moderne Inszenierung von Wolfgang Maria Bauer wird sicher kontrovers diskutiert“, so die Theater-Kenner, „Auf jeden Fall gab sie dem 28-Jährigen die Chance, seine Bühnentalente voll auszuleben. Sein Expressives, auch körperbetontes Spiel“, so die Jury, „setzt eigenwillige Akzente in einer eigenwilligen Inszenierung. Akzente, die das Publikum und auch die Jury begeisterten. Die Juroren sind sich sicher“, so die Kenner, „dass auf Pirmin Sedlmeir große Erfolge warten, und hofft, ihn in Wunsiedel wieder auf der Bühne zu sehen.“

Der mit 500 Euro versehene „Extra-Applaus“ als Sonderpreis für engagierte Theaterarbeit im Backstage Bereich wurde von Intendant Michael Lerchenberg an die langjährige Regieassistentin der Luisenburg, Anna K. Rettinger, verliehen. „Sie ist bei den Regisseuren der Burg so beliebt“, lobt Lerchenberg, „dass sie keiner hergeben möchte, der einmal mit ihr gearbeitet hat. Wenn es möglich wäre“, spaßte der Intendant, „würden wir sie sofort klonen lassen!“ Besonders in der Spielzeit 2014 war Anna K. Rettinger durch überragende Vielseitigkeit in zahllosen Bereichen eine stets bedeutende Hilfe. – Sie hat besondere Aufmerksamkeit verdient!“

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