Über die Nahrungsquellen ist vermerkt:

„Die vorzüglichsten Erwerbsquellen der hiesigen Bewohner sind der Feldbau, die Viehzucht und der Viehhandel. Auf den erstern wird möglichster Fleiß verwendet und kein Hinderniß gescheut, um den Ertrag zu erhöhen und öde unbenützte Gegenden zu kultivieren. Ein nicht unbeträchtlicher Gegenstand in der Betriebsamkeit ist die Zucht der Schweine. Die meisten Bürger haben Mutterschweine, die ihnen nicht unbeträchtlichen Gewinn gewähren, wodurch eine schöne Summe Geldes dem Vaterland erhalten wird. Mehrere Bürger, vornehmlich Metzger treiben Handel mit Schweinen aus Böhmen und Franken. Neben der Viehzucht, der Bierbräuerei und dem Feldbau zeichnet sich die hiesige Gegend noch durch baumwollene Tücher-Manufakturen aus. Die Fabrikanten J. A. Herold dahier und Herr Schmidt von Lübnitz treiben dieses Geschäft mit dem glücklichsten Vortheile. Der geschickte Künstler J. H. Götschel dahier verfertigt seit zwei Jahren vorzügliche, die Wiener an Brauchbarkeit noch übertreffende, messnige Blätter für Weber, auch für Strumpfwirker und Zeugmacher, nach eigener Erfindung. Überdies werden auf den drei Schneidemühlen sehr viele Fläßbretter geschnitten und mit diesen ein beträchtlicher Handel nach Holland getrieben. Die übrigen verschiedenen Gewerbe in der Pfarrei sind: 12 Handelsleute, 1 Lebküchner, 1 Garküche, 4 Gold- und Silberarbeiter, 2 Riemenmeister, 10 Mahl- und Schneidemüller, 4 Rothgerber, 4 Färber, 13 Bäcker, 28 Metzger (!), 4 Büttner, 2 Glaser, 1 Horndrechsler, 3 Maurermeister mit 40 Gesellen, 1 Seifensieder und Lichterzieher, 3 Schreiner, 2 Nagelschmiede, 1 Sattler, 1 Rothgießer, 2 Schlosser, 7 Hufschmiede, 2 Seiler, 1 Strumpfwirker, 2 Töpfer, 4 Wagner, 5 Zeugmacher, 3 Weißgerber, 1 Hutmacher, 13 Schneider, 14 Schuhmacher, 132 Weber mit 139 Gesellen, 6 Bänderwirker, 130 Bauern, 82 Tagelöhner und 61 Spinnerinnen.“

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