Besucherbergwerke in Goldkronach

Besucherbergwerke in Goldkronach im Fichtelgebirge

Goldkronach, ein verträumtes Goldgräberstädtchen am Südhang des Fichtelgebirges und beliebter Ferienort vor den Toren der Festspielstadt Bayreuth, war bereits im frühen Mittelalter bekannt als Fundort des wertvollen Edelmetalls. Der "Schmutzlerschacht"und der "Name-Gottes-Gang" existierten schon um 1400.

Damals wurde in den Bergwerken mehr Gold - und auch Silber – gefunden als in allen anderen Gebieten Deutschlands. Im Jahr 1695 wuchs die Ausbeute in dem Grubenrevier so sehr, dass der Markgraf Christian Ernst aus Freude darüber einen Golddukaten mit der Aufschrift "Aurofodina Goldcronacensis" prägen ließ.

Alexander von Humboldt, der berühmte Naturforscher und Gelehrte, war von 1793 bis 1796 als preußischer Bergbeamter im Bergamtsrevier Goldkronach tätig. Er ließ die damals bereits stillgelegte "Fürstenzeche" wieder auffahren, wodurch nicht nur dem preußischen König, sondern auch der armen Bevölkerung eine willkommene Einnahmequelle entstand.

In jetziger Zeit können Besucher auf den Spuren nicht nur des Gelehrten, sondern der Bergbaugeschichte wandeln: ausgehend von Goldkronach, führt der gut ausgeschilderte historische "Alexander-von-Humboldt-Lehrpfad" an immerhin 40 Bergbaustationen - verfallenen Schächten, Stollenmundlöchern und Halden - vorbei.

Größte Attraktion ist der "Schmutzler-Stollen", der 1981 restauriert wurde und seit 1985 auf einer Länge von 35 Metern für Besucher begehbar ist. Beinahe noch interessanter, als der Gang durch den historischen Stollen, ist für die Gäste freilich die Möglichkeit, sich - ausgestattet mit Waschpfanne und Goldgräberhut - selbst als Goldsucher zu betätigen, denn auch heute noch werden in Goldkronach "Goldflinserln" (= Körner mit einer Größe von 0,05 bis 0,1 Millimeter) gefunden.

Einmal im Jahr ist Goldkronach richtiggehend im "Goldrausch": im Juni/Juli werden hier die jährlichen Deutschen Meisterschaften im Goldwaschen veranstaltet.

Im Herbst des Jahres 1997 wurde als weitere bergbauliche Attraktion das Besucherbergwerk "Mittlerer-Name-Gottes" mit einer vorläufigen Begehbarkeit von 105 Metern und dem Einblick in ein imposantes Abbaugebiet eröffnet. Dieses bergbauliche Kleinod zeigt anschaulich die bergmännische Kunst, aber auch die bergmännischen Mühen und Plagen des mittelalterlichen Goldabbaues.

Der Stollen ist seit über 200 Jahren unbefahren und historisch erhalten. Von Fachleuten wird diese Bergbauanlage als montan-historisches Denkmal bezeichnet. Eine weitere Erschließung auf über 400 m Stollenlänge ist vorgesehen.

Schutzlerzeche in Goldkronach im Fichtelgebirge

Anmeldung und Information

Tourist-Information
Rathaus
Marktplatz 2
95497 Goldkronach
Tel:  0 92 73/9 84-0
Fax: 0 92 73/9 84-20
E-Mail: poststelle(at)goldkronach.bayern.de

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