Peter und Paul-Kirche in Höchstädt

Die Höchstädter Kirche ist ab sofort offiziell eine Radwegekirche. Radwegekirchen sind über ganz Deutschland verteilt. Sie müssen spezielle Kriterien erfüllen, so zum Beispiel nahe an ausgewiesenen Radwegen liegen, geregelte Öffnungszeiten bieten und auch einen Ort zur Besinnung haben. All diese Kriterien erfüllt die Peter-und-Paul Kirche.

Zusammen mit dem Höchstädter Kirchenvorstand und weiteren Mitgliedern der Gemeinde hat Pfarrer Knut Meinel viel Engagement bewiesen, damit dieser Schritt beglaubigt werden konnte. In einer eigens hierfür eingerichteten Andachtsecke sind von nun an Reisende mit ihren Sorgen und Gedanken nicht mehr allein. In einem Fürbittenbuch können sie ihre Angelegenheiten eintragen, mit der Gewissheit, dass für sie in der Kirche gebetet wird.

Grundlegend modernisiert
In keinem anderen Gebäude in Höchstädt ist in den vergangenen Jahren so viel passiert wie in der Höchstädter Peter- und Paul-Kirche. Dank einer grundlegenden Sanierung wurde das Gotteshaus vom kahlen, nüchternen Stil der Nachkriegszeit erlöst und die althergebrachte Pracht des Kirchenschiffs wieder hergestellt.

Gewaltiger Klang
Sie ist das Herzstück der Peter- und Paul-Kirche: die Orgel. Wenn Kirchenmusikdirektor a.D. Reinhard Wachinger sie intoniert, lauschen Musikkenner andächtig im Kirchenschiff. In mühevoller Restaurationsarbeit wurde der alte Glanz des Altars wieder hergestellt.

Warme Töne
Auch der Kanzel wurde in mehreren Monaten die kahle weiße Farbe abgebeizt und der ursprüngliche Holzton vergangener Tage wieder gegeben.

Von April bis Oktober täglich geöffnet
Dank der Unterstützung der Anwohner ist das Gotteshaus zwischen April und Oktober täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten wenden Sie sich bitte an die Mesnerin Katrin Lang, Telefon 0 92 35 / 63 98.

Geschichte von Peter und Paul
Die Höchstädter Peter- und Paul-Kirche ist in der Ortsgeschichte eines der jüngeren Gebäude. Am 27. Oktober 1886 erfolgte die Grundsteinlegung neben der früheren, zu klein gewordenen Kirche. Aus Platzgründen sind Gotteshaus und Altar nach Norden ausgerichtet, was im Kirchenbau absolut ungewöhnlich ist.

Bereits nach etwas mehr als einjähriger Bauzeit erfolgt am 20. November 1887 die Einweihung. Maßgeblichen Anteil am lang diskutierten, oft verschobenen Kirchenneubau hat Pfarrer Hegwein, dem nicht zuletzt dafür 1908 anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums in Höchstädt die Ehrenbürgerwürde verliehen wird.

Während des zweiten Weltkriegs wird das Geläut abgehängt und für Kriegszwecke eingesetzt. Erst 1952 erhält die Gemeinde zwei neue Glocken, wodurch wieder ein Dreiklang zum Gottesdienst laden kann. Anlässlich der 700-Jahr-Feier der politischen Gemeinde Höchstädt erhält Peter und Paul eine vierte Glocke.

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