Europäisches Industrie Museum für Porzellan in Selb

Europäisches IndustrieMuseum für Porzellan

Wissen Sie, wie aus unscheinbaren Kaolinbrocken das „weiße Gold“ wird? Haben Sie schon einmal zwischen übermannshohen, rumpelnden Glasurmühlen gestanden oder vor einer laufenden Dampfmaschine, die eine ganze Fabrik mit Strom belieferte?

Was heute manchen Freund nostalgischer Maschinentechnik träumerisch stimmen mag, stellte einst härteste Arbeitsbedingungen dar. Das Museum ist ein Museum der Arbeits- und Sozialgeschichte, ein Technikmuseum, ein Museum über die Porzellanherstellung.

In den Räumen wird von der Masseaufbereitung über den Gipsformenbau bis hin zur Weißfertigung und der Dekoration nachvollziehbar, wie Porzellangeschirr entstand und entsteht - eine Art Betriebsführung, die sowohl Mensch als auch Maschine im Fokus hat.

Das wird durch entsprechende Vorführungen lebendig, aber auch durch eine moderne multimediale Ausstattung, wie Touchscreens, Monitore etc. Wie die realen Arbeitsbedingungen der Porzelliner in Europa waren und sind, wird nachvollziehbar. Ehrgeiz ist es, die Abläufe tatsächlich mit originalen Maschinen aus verschiedenen europäischen Fabriken zu animieren und zu demonstrieren.

Zu der Ausstattung gehört neben Werkplätzen und der Produktionsanlage der gesamte Komplex der Energiegewinnung. Zwei Dampfmaschinen mit Trafostation, das Kesselhaus mit eigenem Brunnen sowie die Werkzeuge, die zur Bedienung erforderlich waren, sind vorhanden und funktionstüchtig: Die Dampfmaschine läuft täglich.

Das Haus ist Ankerpunkt der European Route of Industrial Heritage.

Vier Museen, zwei Standorte, ein Thema: Porzellan!

Anschrift:
Europäisches Industrie Museum für Porzellan
Werner Schürer-Platz 1
91800  Selb
Fon                 0 92 87.91 800-0
Fax                 0 92 87.91 800-30
E-Mail             info(at)porzellanikon.org

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