Porzellan 1710 - 2010 - ein Thema vereint Europa


Der Traum von einem „Königreich aus Porzellan“ nahm seinen Anfang im Jahre 1710 auf der Albrechtsburg in Meissen. Von hier aus trat das „Weiße Gold“ binnen kürzester Zeit seinen Siegeszug in Europa an. In rascher Folge gründeten die Regenten, so zum Beispiel die Manufakturen Wien (1718), Venedig (1720),  Doccia (1735), Capodimonte (1743), Chelsea (1745), Vincennes (1745),  Höchst (1746), Fürstenberg und Nymphenburg (1747), Tournai (1750), St. Petersburg (1750), Berlin (1751), Frankenthal (1755), Sèvres (1756), Ludwigsburg (1758), Madrid (1760), Lissabon (1773), Weesp (1762), Zürich (1763), Moskau (1767), Den Haag (1776), Brüssel (1786), Kopenhagen (1763). Es entstanden in der Frühzeit der Porzellanfertigung höchst kostbare Service, Zierartikel und Figuren.

Sie befriedigten zunächst die Sammelleidenschaft der Regenten, dienten der Repräsentation und eigneten sich hervorragend für Staatsgeschenke oder als Mitgiften. Der zunehmende Einfluss des Merkantilismus und die Aussicht, mit den Manufakturen die Staatskassen füllen zu können, kam als Kriterium der Gründung hinzu.

Das Porzellan, seit Ende des 18. Jahrhunderts allmählich auch in bürgerlichen Fabriken gefertigt, wird zum Spiegelbild der europäischen Kultur. Im Porzellan finden sich alle Strömungen des Stilwandels im Bereich Kunst- und Kunstgewerbe.

Die Erfolgsgeschichte des Porzellans in Europa, die 1710 begann, setzt sich bis in die Gegenwart fort und lässt auch in der Zukunft noch so manche spannende Entwicklung erwarten...

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