Geschichte von Wunsiedel

Geschichte von Wunsiedel im Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge, ist im Kern heute noch eine urige Landschaft mit seinen Felsgewirren, Mooren und dichten Wäldern und blieb bis ins 12. Jahrhundert hinein weitgehend unbesiedelt.

Eine Änderung trat erst ein, als die Bayernherzöge von Süden her ihren Nordgau ausdehnten und das Frankenreich von Westen her bis an die Eger vorstieß. Eine reichseigene Mark entstand und Schutzburgen, um die Straßen ins Grenzland gegen Osten abzusichern.

1163
Mit „Adelbertus de Wunsidil“ wird der Ortsname erstmals urkundlich erwähnt.

1321
Die Burg kommt in den Besitz der Nürnberger Burggrafen, späteren Markgrafen v. Brandenburg-Bayreuth.

1326
Verleihung des Stadtrechts durch Kaiser Ludwig d. Bayern.

1250 - 1450
Wunsiedel wird durch Eisen- u. Zinnbergbau ein angesehener Bergbauort, aus dem durch das ansässige Schmiedehandwerk die Erfindung und Herstellung von Weißblech hervorgeht.

um 1500
Die Hussitenkriege und die ungünstige Verkehrslage bringen die wirtschaftliche Blüte fast ganz zum Erliegen.

1613
Wunsiedel wird zur Hauptstadt der sechs Ämter erhoben.

18. Jh.
Wunsiedel entwickelt sich zu einer Beamten- und Schulstadt.

1785
Goethe besucht die Felsenwildnis der Luisenburg zu naturwissenschaftlichen Studien.

1790
Die Felsenwildnis wird kultiviert.

1792 - 1806
Die Stadt steht innerhalb des Fürstentums Bayreuth unter preußischer Verwaltung. Anschließend wird es von napoleonischen Truppen besetzt und

1810
dem Königreich Bayern einverleibt.

1820
Goethe besucht Wunsiedel zum 2. Mal.

1834
Eine Brandkatastrophe zerstört die alte Stadt fast völlig. Sie wird nach einem neuen Grundriss mit geraden Straßen wieder aufgebaut und bildet die Grundlage für die heutige Stadtanlage.

1872
wird mit dem Bau der Eisenbahnlinie begonnen. Wunsiedel erhält wegen seiner Talkessellage keinen Anschluss an der Hauptstrecke Regensburg - Hof - Berlin. Das führt zur Minderung seiner wirtschaftliche Bedeutung im Fichtelgebirgsraum. Als erste Stadt der Region beginnt sie deshalb mit der Erschließung des Fremdenverkehrs. Die "Luisenburg" wird zum Touristenmagnet.

1890
wird das Bergschauspiel „Die Losburg“ aufgeführt. Das ist der Beginn der bis heute viel beachteten und weithin bekannten Luisenburg-Festspiele.

1914
Erste Künstlerfestspiele auf der Luisenburg. Jährlich besuchen etwa 120.000 Besucher die Luisenburg-Festspiele.

Anfang d. 20.Jh.
Die Ansiedlung von Textil- u. Porzellanfabriken machen das Wunsiedel d. 20.Jh. wirtschaftlich wieder interessant; außerdem rühmt sich die Stadt des schmackhaften "Sechsämtertropfens", der hier hergestellt wird.

1951
Wiedereröffnung der Luisenburg-Festspiele nach dem 2. Weltkrieg.

1972
Gebietsreform in Bayern; Wunsiedel wird als Kreisstadt bestätigt.

1978
Eingemeindung von Schönbrunn, Bernstein, Hildenbach und Holenbrunn. Die Gesamteinwohnerzahl wächst auf rund 10.000 Einwohner an.

1982
Begründung der Partnerschaft mit der südfranzösischen Stadt Mende.

1984
wird das jüngste Wahrzeichen der Stadt, die Fichtelgebirgshalle, fertiggestellt.

1990
Feier zum 100-jährigen Jubiläum der Luisenburg-Festspiele und zum 200-jährigen Jubiläum der Erschließung des Felsenlabyrinths.

1991
Begründung der Partnerschaft mit Schwarzenberg/Sachsen im Erzgebirge.

1993
Neubau der Jugendherberge.

1994
 Eröffnung der Fachklinik für geriatrische Rehabilitation
"St. Elisabeth" des Deutschen Ordens

1995
Zusammen mit der Nachbarstadt Marktredwitz Aufstufung zum gemeinsamen möglichen Oberzentrum.

1996
Fertigstellung des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Wunsiedel.

2000
100-jähriges Jubiläum der katholischen Pfarrei Wunsiedel.

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