06.09.2018

von B° RB

Positive Bilanz mit 150.281 Besuchern

Die Luisenburg-Festspiele ziehen eine positive Bilanz: Eine geglückte und erfolgreiche Spielzeit 2018 ist beendet

Bühne und Zuschauerraum in der Saison 2018

Es hatte sich schon im Laufe des Sommers angedeutet: Die erste Spielzeit unter der neuen Leitung von Birgit Simmler und Harald Benz war sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich ein großer Erfolg.

Mit dem Ende der Gastspiele steht fest, dass diese Spielzeit eine der erfolgreichsten in der Geschichte der Festspiele ist. Mit insgesamt 150.281 Besuchern liegen nur die Jahre 2010 und 2011 in der Gunst des Publikums leicht vor 2018. Das ist sowohl ein überwältigender Vertrauensbeweis als auch ein Beleg für die unveränderte Anziehungskraft der Luisenburg-Festspiele.

Dieses beeindruckende und nicht selbstverständliche Ergebnis, das Birgit Simmler, die künstlerische Leiterin, und Harald Benz, der Verwaltungsleiter, gemeinsam verantworten, beweist, dass Kontinuität und Erneuerung, die beiden Säulen der Spielzeit 2018, die richtige Strategie nach dem Wechsel in der Leitung der traditionsreichen Festspiele waren.

Tradition und Innovation ist auf der Luisenburg kein Widerspruch: Mit Aufführungen, die spannende, aktuelle Geschichten mit allen Mitteln des zeitgenössischen Theaters erzählen, haben die Festspiele in dieser Saison ein großes Publikum erreicht.

Neue Stücke oder aktuelle Bearbeitungen bekannter Stoffe, die für die einzigartige Felsenbühne passend eingerichtet wurden, wie in ANDREAS HOFER (18.615 Zuschauer), ein Auftragswerk für die Festspiele, oder in DAS DSCHUNGELBUCH (mit dem Rekordergebnis von 52.529 Zuschauern), einer kompletten Neufassung, haben den Qualitätsanspruch der Festspiele eindrucksvoll untermauert.

Mit insgesamt drei Uraufführungen (ANDREAS HOFER, DAS DSCHUNGELBUCH und SHERLOCK HOLMES) wurde die "Luisenburger Dramaturgie" (Musical, Schauspiel, Volksstück und Familienstück) unter der künstlerischen Leitung von Birgit Simmler neu interpretiert. Volksnah sind die Geschichten vom Menschen und seinen alltäglichen Konflikten (in HOFER und MY FAIR LADY) und klassisch die Inszenierungen großer, universeller Menschheitsthemen und historisch beispielhafter Stoffe (ebenfalls HOFER, die Gastspiele JEDERMANN und WERTHER).

Das Regionale war mit MY FAIR LADY (30.043 Zuschauer) in einer fränkischen Version (und dem "fränkischen" Publikumsliebling Zodwa Selele) prominent vertreten und in einer internationalen Inszenierung gleichzeitig ein Bekenntnis zum großen Musicalformat. Die regionale Identität der Festspiele zu stärken und gleichzeitig die Qualitätsstandards zu erhöhen, ist auch mit dem aktuellen Musical gelungen.

Mit der Kriminalkomödie SHERLOCK HOLMES (17.314 Zuschauer) wurde ein neues Genre etabliert, mit dem neue Publikumsschichten für das Theater gewonnen werden konnten. Die Komödie nimmt in dieser modernen Form nach wie vor einen wichtigen Platz auf der Luisenburg ein.

Die vier großen Eigenproduktionen, die mit insgesamt 118.501 Besuchern die Erwartungen mehr als erfüllt haben, bildeten mit den Gastspielen (15.801 Besucher) und den Konzerten (11.895 Zuschauer) ein Angebot, das ein breites Publikum angesprochen hat und in dem für jeden etwas zu finden war.

Insgesamt war ein Merkmal dieser ersten Spielzeit, dass alle Mittel des Theaters, die die Felsenbühne in ihrem einmaligen Charakter stärken, vom Publikum angenommen wurden: ausdrucksstarke Sprachkunst, Tanz und Choreografie, Live-Musik und Soundeffekte, Kampfszenen und Akrobatik, aufwändige Masken und Kostüme und ein neues Lichtdesign.

Die Luisenburg-Festspiele haben schon immer in die Region und weit darüber hinausgewirkt. Beides, die Einbindung in die Festspielstadt (auch mit Formaten wie LUISENBURG XTRA oder der neuen Reihe LUISENBURG LATE NIGHT; zusammen 1.028 Besucher) und die Region, sowie die Orientierung an nationalen und internationalen Standards wurde auch in dieser Saison fortgesetzt.

Mit der Förderung regionaler Talente (insgesamt 54 Personen, darunter zur Hälfte Kinder und Jugendliche), der aktiven Arbeit der JUNGEN LUISENBURG mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Region (insgesamt 3.056 Teilnehmer und Besucher), einer neuen Informationspolitik, die auf das Publikum zugeht und der Kulturvermittlung breiten Raum einräumt, haben die Festspiele Signale gesetzt, die positiv aufgenommen wurden.

Das Publikum und deren Interessen haben in diesem Sommer eine zentrale Rolle gespielt. So wurde der fixe Spielplan an einigen Stellen flexibel gehalten, um der spontanen Reaktion der Zuschauer und deren Wünschen besser zu entsprechen. Es wurden zusätzliche Vorstellungen angesetzt und Umstellungen des Spielplans gewährleistet. Diese Reaktionsfähigkeit kam dem Publikum sehr entgegen und wurde einhellig begrüßt.

Das Ensemble der Festspiele, das aus neuen und bekannten Gesichtern bestand, hat sich wie die Mitarbeiter in Wunsiedel und auf der Luisenburg sehr wohl gefühlt. Die enge Verbindung zwischen der Stadt Wunsiedel und ihrem Theater war auch in dieser Spielzeit vielfach spürbar. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Mit dem Ende der Spielzeit 2018 haben die Vorbereitungen für 2019 begonnen. Der bereits vorgestellte Spielplan der kommenden Saison wird an den Erfolg dieses Sommers anschließen und zusätzliche Neuerungen bieten.

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