19.01.2019

von B° RB

Gitarrenkonzert

Preludios, fantasías y danzas. Stefan Grasse spielt Bach, Chopin, Tárrega, Barrios und eigene Kompositionen

Stefan Grasse

Der Gitarrist und Ensembleleiter Stefan Grasse hat sich seit vielen Jahren mit über 2000 Auftritten einen hervorragenden Ruf in der deutschen und internationalen Musikszene erspielt.

 Der in Klassik und Latinjazz beheimatete und mehrfach ausgezeichnete Virtuose gilt als Vertreter eines neuen Künstlertyps. Ausgehend von seiner profunden europäisch geprägten Musikausbildung, nähert er sich ohne Scheuklappen den verschiedensten Musikstilen und Kulturen der Welt. 

Fakten
K1 – Sonntag, 27.01.2019, 17.00 Uhr

Harmoniesaal im ehemaligen Abtschloss Waldsassen

Mit einfühlsamen Gespür erkundet er die außereuropäische Musik von Lateinamerika über Afrika bis Indien und verknüpft sie mit seinen europäischen Wurzeln kreativ zu eigenen Kompositionen und Arrangements. Traumwandlerisch sicher, authentisch und originell bewegt er sich dabei zwischen Tango Nuevo, Braziljazz, Son cubano, Valse musette und Flamenco, zwischen indischen Konokol, Bach’s Lautenwerk und Moderner Musik. Letzteres führte zu zahlreichen Ur- und Wiederaufführungen in enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten und erhielt hierfür großes Lob u.a. von Hans Werner Henze und Steve Reich.

Neben der langjährigen Zusammenarbeit mit der Cellistin Tess Remy-Schumacher (USA) bildet sein eigenes Trio mit Alexander Fuchs (Kontrabass) und Raphael Kempken (Percussion) seinen wichtigsten künstlerischen Schwerpunkt.

Mit diesen ebenbürtigen Solisten breitet Stefan Grasse eine Stilvielfalt aus, die das Publikum und die Kritik uneingeschränkt begeistert. Neben dem Tango nuevo eines Astor Piazzolla und dem Bossa Nova eines Baden Powell stehen karibische Rhythmen, impressionistische Musik von Erik Satie und feuriger Flamenco in phantasievollen, mitreißenden Interpretationen sowie Eigenkompositionen auf dem Programm.

Selten werden atemberaubende Virtuosität, harmonische Raffinesse und unwiderstehliche Rhythmen mit so viel Charme und leidenschaftlicher Hingabe dargeboten. Oder, wie das Magazin „Gitarre Aktuell“ urteilte: „Es ist ein musikalisches Fest"! 

Kurzbiografie Stefan Grasse

Stefan Grasse, 1962 in München geboren, studierte Jazz- und klassische Gitarre bei Peter O'Mara (Jazz School München), Kurt Hiesl (Meistersinger-Konservatorium Nürnberg), Phillip Thorne (Royal Scottish Academy of Music and Drama, Glasgow) und Pepe Romero (Internationale Sommerakademie Salzburg). 

Er erhielt Stipendien des Bayerischen Rundfunks, den „Guitar Challenge Prize 1991“ der Royal Scottish Academy, den „Scottish Society of Composers’ Award 1991“, den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg (Nürnberg-Stipendium 1996) und den Kulturpreis 2004 des Kulturforums Franken. 

Bis 2016 gab Stefan Grasse über 2000 Konzerte in vielen europäische Länder, Australien, Argentinien, China, Türkei und den USA. 

Stefan Grasse brachte zahlreiche, meist von ihm initiierte Auftragswerke zur Erst- und Uraufführung, u. a. von den Komponisten Janet Beat, Volker Blumenthaler, Dieter Buwen, Greg Caffrey, John Maxwell Geddes, Heinrich J. Hartl, Nicky Hind, Stefan Hippe, Adriana Hölszky, Samuel Magrill, Edward McGuire, Vivienne Olive, Steve Reich und Thomas B. Wilson. 

Seit 1993 hat Stefan Grasse 15 CD-Produktionen unter eigenem Namen veröffentlicht. Die Aufnahmen umfassen Musik der Renaissance bis zum Latinjazz, von Steve Reich, Heitor Villa-Lobos, Baden Powell, Isaac Albeniz, Astor Piazzolla bis zu eigenen Kompositionen. 

Neben seiner Tätigkeit als Konzertgitarrist und Musikproduzent ist Stefan Grasse künstlerischer Leiter der "Nürnberger Gitarrennächte". 

Unter dem Motto „Fantasías y danzas“ treffen Komponisten aus unterschiedlichen Zeiten aufeinander. Zum einen ist hier der Barockkomponist Johann Sebastian Bach, einer der produktivsten Komponisten überhaupt, dessen Werk auch vier Suiten für Laute aufweist. Zum anderen, der spanische Romantiker Francisco Tárrega, dessen Kompositionen und Chopin-Bearbeitungen echte Juwelen des Gitarrenrepertoires sind, sowie der erste bedeutendste Gitarrist Südamerikas, Águstin Barrios Mangoré, der gerne auch als „Chopin der Gitarre“ bezeichnet wird. Schließlich kommt Musik von Stefan Grasse selbst zur Aufführung, deren Erfindungsreichtum und Stilvielfalt immer wieder gelobt wird. Allen Komponisten gemein ist eine am Gesang orientierte Melodieführung, der Einsatz erfindungsreicher Harmonien, unterlegt mit tänzerischen Rhythmen, jedoch immer mit höchsten instrumentalen Ansprüchen.

Mit „Preludios, fantasías y danzas“ präsentiert Stefan Grasse die Gitarre als kleines Instrument der großen Gefühle, fähig von zarten bis feurig temperamentvollen Emotionen, eingebettet in den unvergleichlichen Zauber ihres intimen Klanges.

Programm

Heitor Villa-Lobos (1887-1959)

Prelude No. 1

Stefan Grasse (geb. 1962)

Viaje a Rosario

Frédéric Chopin (1810-1849)

Preludes No. 11, 4, 6, 15

Francisco Tárrega (1852–1909)

Capricho Árabe (Serenata)

Stefan Grasse

Prelude for Raphael

Adrian’s Bedtime-Story

Valse pour Julia

Entre cielo y tierra

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Lautensuite E-Dur BWV 1006A

Präludium - Loure - Gavotte

Stefan Grasse

Las Perlas negras

Adiós mi Viejo (Boléro)

El Sueño del Chico keniata

Àgustin Barrios (1885-1944)

La Catedral: Preludio - Andante religioso - Allegro

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