22.03.2018

von B° RB

Passionskonzert

Basilikakonzerte Waldsassen - K1 Passionskonzert. 25.03.2018, 17.00 Uhr, Basilka Waldsassen

Gerhard Siegl, Orgel

"Kreuzweg" von Marcel Dupré

Gerhard Siegl, Orgel

Als eines der eindrucksvollsten Werke der Orgelliteratur gelten die Orgelmediationen über die 14 Kreuzweg-Stationen von Marcel Dupré. 

„Le Chemin de la Croix“ op.29 – so lautet der Originaltitel dieses Werkes, dessen Ursprung ein Improvisationskonzert bildet, das Dupré am 13. Februar 1931 im Brüsseler Konservatorium gespielt hatte. Ein Jahr später erfolgte im Pariser Trocadero-Palast die Uraufführung des in schriftlicher Form fixierten Werkes, das noch heute einer der wesentlichen und wichtigen Beiträge zum Orgelrepertoire des 20. Jahrhunderts ist.

Marcel Dupré (1886-1971)
Der Kreuzweg, op. 29

Marcel Dupré schrieb zu seinem Kreuzweg folgende Erklärung:

„Die erste Skizze wurde konzipiert und realisiert in Form einer Improvisation im Königlichen Konservatorium in Brüssel am 13. Februar 1931.Während des Konzertes wurden vierzehn Gedichte „Der Kreuzweg“ des großen französischen Dichters Paul Claudel gelesen, und nach jedem improvisierte ich einen musikalischen Kommentar. Viele Zuhörer bedauerten, dass von dieser spontanen Musik nichts überdauern sollte, und so beschloss ich, das Werk niederzuschreiben, wobei ich versuchte, die gleiche Atmosphäre zu vermitteln. Die Komposition beschäftigte mich ein ganzes Jahr lang. Ich spielte die Uraufführung im Palais du Trocadéro in Paris am 18. März 1932. Der „Kreuzweg“ ist ein großes sinfonisches Gedicht, in welchem verschiedene Leitmotive wiederkehren. Jede Station hat ihre eigene musikalische Konzeption.   

• Station „Jesus wird zum Tode verurteilt“

Nach dem Urteil des Pilatus: „Nehmt ihn und kreuzigt ihn“ hört man die Menge rufen: „Barrabas“ und „Tod“, bis das Geschrei in der Ferne verschwindet.

• Station „Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern“

Das Thema des Kreuzes (im Pedal!) erhebt sich über dem Tumult, begleitet vom Rhythmus des Marsches zum Kalvarienberg.

• Station „Jesus fällt zum ersten Mal“

Die wachsende Schmerzhaftigkeit des Marsches ist in Pausen im Rhythmus ausgedrückt, während das Thema des Leidens die Erschöpfung Jesu kennzeichnet. Er fällt. Aber das ruhige Thema der Erlösung beschließt die Station und erfüllt die Herzen der Jünger mit Hoffnung.

• Station „ Jesus begegnet seiner Mutter“

Der Schmerz der Jungfrau wird durch keinen Ausbruch dargestellt. Ein Gefühl von Entsetzen und ruhigen Schreckens zieht sich hindurch, begleitet nur durch einen zarten Seufzer des Herzens.

• Station „Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen“

Die Musik drückt die enorme Anstrengung aus, die er aufbringt, um die Last des Kreuzes zu tragen, bis es ihm gelingt, seine Schritte mit denen Jesu übereinstimmen zu lassen. Das Kreuzthema 

• Station „Veronika reicht Jesus das Schweißtuch“

Die Station ist in eine archaische Atmosphäre getaucht, mit den Themen des Mitleids und der Erlösung.

Station „Jesus fällt zum zweiten Mal“

Wieder ist das Geheul der Menge zu hören, und der Marsch wird immer schmerzlicher.

Station „Jesus tröstet die Frauen von Jerusalem“

Zwei Themen sind zu hören: das des Schmerzes der Heiligen Frauen, ein Klagelied und das Thema des Trostes, mit dem Jesus antwortet, bis beide Themen sich mischen und den Eindruck des Friedens vermitteln.

• Station „Jesus fällt zum dritten Mal“

Die Rufe und Schreie der wütenden Menge erfüllen diese Station und enden erst mit dem plötzlichen Fall des Heilands.

• Station „Jesus wird seiner Kleider beraubt“

Ein heftiges Thema drückt die Gewalttätigkeit und die Eile aus, mit der er seiner Kleider beraubt wird, bis sich plötzlich beim Anblick des bedauernswerten Opfers das Thema des Mitleids erhebt.

• Station „Jesus wird an das Kreuz geschlagen“

Diese Station wird beherrscht vom Rhythmus der Hammerschläge, welche die Nägel in die Hände und Füße Jesu treiben, während das Thema des Leides durchbricht.

• Station „Jesus stirbt am Kreuz“

Die Sieben Worte fallen von seinen Lippen. Wenn er stirbt, hört man das Grollen des Erdbebens, gefolgt von sanften klagenden Akzenten, welche den Schmerz der Jünger Jesu ausdrücken.

• Station „Der Leichnam Jesu wird vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt“

Das Thema des Schmerzes der Jungfrau schwebt über der bitteren Szene. 

• Station „Der Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt“

Der langsame, trauernde Rhythmus des Grabzuges eröffnet die Station, während die Themen des Leidens, des Trostes und der Erlösung nacheinander zu hören sind. Das Ende des Werkes ist eine Vision der Hoffnung.

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