26.10.2018

von B° RB

Lebensraum für die Knoblauchkröte

Die Knoblauchkröte, eine seltene Froschlurch-Art, hat sich in den Schwanenweihern in Bad Alexandersbad niedergelassen. Die Gemeinde ergreift verschiedene Maßnahmen, um den Lebensraum der Tiere zu schützen

Erster Bürgermeister Peter Berek (links) und Zweiter Bürgermeister Lutz Büttner (rechts) beim Einsetzen der Hechte im Erholungsgebiet Schwanenweiher

Die Knoblauchkröte ist hellbraun gefärbt, mit oliv-braunen Flecken. Hauptsächlich verbreitet ist sie im Tiefland Mittel- und Osteuropas und bevorzugt offene Landschaften mit sandigen Böden, in denen sie sich tagsüber eingraben kann. Auch in Bad Alexandersbad, im Erholungsgebiet „Schwanenweiher“, hat sich die gemäß Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Amphibienart niedergelassen.

Ihren Laich legt die Knoblauchkröte in stehenden und träge fließenden Gewässern ab. Und genau hier beginnt in Bad Alexandersbad das Problem. Aus bisher ungeklärten Gründen lebt im Schwanenweiher seit einiger Zeit eine Vielzahl an Goldfischen, die den Froschlaich fressen und damit den Fortbestand der Knoblauchkröte gefährden.

Die Gemeinde Bad Alexandersbad hatte bereits durch Abfischen der Weiher versucht, den Goldfischbestand zu reduzieren. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen in den Sommermonaten haben sich diese jedoch wieder vermehrt. 

Deshalb hat die Gemeinde auf Initiative des zweiten Bürgermeisters Lutz Büttner und in Zusammenarbeit mit Teichwirt Markus Fuchs im Oktober sechs Hechte in die Schwanenweiher eingesetzt, die nun den Goldfischbestand reduzieren sollen.

Langfristiges Ziel ist es, den Lebensraum der Knoblauchkröte zu bewahren und somit den Fortbestand dieser seltenen Froschlurch-Art zu gewährleisten.

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