27.09.2019

von B° RB

Trompete und Orgel

Basilikakonzerte Waldsassen: Konzert "Trompete und Orgel" am Sonntag, 29.09.2019 – 17.00 Uhr

Johann Clemens, Ludwig Güttler und Friedrich Kircheis

Sonntag, 29.09.2019 – 17.00 Uhr

"Trompete und Orgel" in der Basilika Waldsassen

Ludwig Güttler: Trompete & Corno da caccia

Johann Clemens: Trompete & Corno da caccia

Friedrich Kircheis: Orgel

Fakten
Sonntag, 29.09.2019 – 17.00 Uhr

Werke von Nicolaus Bruhns, Jean Baptiste Loeillet, Georg Friedrich Händel, Gottfried August Homilius, Johann David Heinichen, Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann.

Von hochvirtuosen Sonaten und Konzerten für Trompete und Orgel, Jagdhorn und Orgel bis hin zu meditativen, verinnerlichten, sowie strahlenden Choralkompositionen wird das höchst kontrastreiche Wechselspiel zwischen der klanglich unerreicht vielgestaltigen Orgel und den differenziert musizierenden Bläsern in diesem Konzert aufgerufen. Die Gipfelwerke der europäischen Orgelliteratur kontrastieren und vervollkommnen das begeisternde Programm.

Ludwig Güttler zählt als Solist auf Trompete und Corno da caccia zu den erfolgreichsten Virtuosen der Gegenwart. Durch seinen vielseitig angelegten Wirkungskreis hat er zudem ein weltweites Renommé als Dirigent, Forscher, Veranstalter und Förderer erworben. Nach dem Studium in Leipzig folgte Güttler als Solotrompeter dem Ruf des Händel-Festspiel-Orchesters nach Halle und von 1969 bis 1980 an die Dresdner Philharmonie. Lehraufträge führten ihn an das Internationale Musikseminar Weimar und als Professor an die Dresdner Musikhochschule. Er leitet Opernproduktionen und Meisterkurse und ist regelmäßig Juror bei bedeutenden Wettbewerben.

Als Solist und Dirigent begeistert Ludwig Güttler im In- und Ausland. Mehr als fünfzig hochgelobte Tonträger liegen vor und dokumentieren sein Wirken als Kammermusiker, Solist und Dirigent. Güttlers besonderes Interesse gilt seit nunmehr fast drei Jahrzehnten der Wiederbelebung der sächsischen Hofmusik des 18. Jahrhunderts. Seinen Forschungsleistungen ist es zu verdanken, dass die Konzertliteratur durch zahlreiche vergessene oder bisher unbekannte Werke dieser Epoche bereichert wurde. Güttler hat an der Neuentwicklung des Corno da caccia maßgeblich mitgewirkt. Er gründete 1976 das Leipziger Bach-Collegium, 1978 das Blechbläserensemble Ludwig Güttler sowie 1985 das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae, deren Leiter und Solist er ist. Seit zwei Jahrzehnten tritt er verstärkt als Dirigent auf, leitet instrumentale wie chorsinfonische Konzerte und wird als Gast ans Pult gerufen.

Über seine zahlreichen Konzertverpflichtungen und Plattenproduktionen hinaus ist Ludwig Güttler als künstlerischer Leiter von Musikfestivals erfolgreich. Neben der Musikwoche Hitzacker hat er mit dem Festival Sandstein und Musik ein musikalisches Ereignis mit ins Leben gerufen und etabliert, das jedes Jahr Publikum aus dem In- und Ausland in die Sächsische Schweiz zieht und begeistert. 

Als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche erhielt er 1997 den ersten Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung. 2000 wurde er für seine Verdienste um das Werk Johann Adolf Hasses mit dem „Claus Brendel Preis“ ausgezeichnet. 

Ludwig Güttler ist Gründungsmitglied und erster Vorsitzender des am 15. November 2017 in Waldsassen gegründeten ”Fördervereins Freunde der Basilika Waldsassen e.V.".

Johann Clemens, Trompete, Jahrgang 1983, stammt aus Herrnhut in Sachsen, wo er im Alter von 8 Jahren erstmals Trompetenunterricht an der örtlichen Musikschule erhielt. 2001 wurde er Schüler von Tobias Willner, einem der Solotrompeter der Sächsischen Staatskapelle Dresden, worauf schließlich sein Studium von 2004 bis 2011 an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn-Bartholdy" in Leipzig bei Professor Peter-Michael Krämer aufbaute. Seit 2007 Trompeter beim Leipziger Gewandhausorchester, Mitglied des Blechbläserensemble Ludwig Güttler und Solist beim Kammerorchester Virtuosi Saxoniae unter Ludwig Güttler.

Friedrich Kircheis, Orgel, übernahm bereits als Schüler eine erste Kantorenstelle. Nach dem Studium an der Hochschule für Musik in Leipzig bei Wolfgang Schetelich, Robert Köbler und Hannes Kästner, war er als Kirchenmusiker, Chordirektor und Orgelsolist tätig, seit 1971 als Kantor und Organist an der Diakonissenhauskirche Dresden. Breiten Raum nahm seine kammermusikalische Arbeit als Cembalist und Organist bei den Dresdner Kammersolisten (1975–1982) ein. 1972 war er Preisträger beim IV. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. Neben seinem virtuosen Orgelspiel gilt seine Liebe der Aufführung der Kirchenkantaten J. S. Bachs in der Kirche St. Elisabeth in Dresden. Seit 1979 ist er ständiger Partner von Ludwig Güttler an der Orgel, sowie bei den Ensembles „Virtuosi Saxoniae“ und „Leipziger Bach-Collegium“ am Cembalo, wovon u.a. mehrere CD-Einspielungen vorliegen. 

Programm (02.11.18)

Nicolaus Bruhns (1665-1697): Präludium und Fuge e-Moll für Orgel

Jean Baptiste Loeillet (1680-1730): Sonate c-moll für Trompete und Orgel

Adagio – Allegro – Largo - Presto

Georg Friedrich Händel (1685-1759): Konzert für Orgel F-Dur op.4/5

Larghetto – Allegro - Alla Siciliana - Presto

Georg Friedrich Händel: Suite für Trompete & Orgel D-Dur

Ouvertüre - Gigue - Menuett - Boureé - Marsch

Zwei Choralvorspiele für Corno da caccia und Orgel

Gottfried August Homilius (1714-1785)

"Wie schön leucht uns der Morgenstern" HoWV deest.

„O, du allersüß‘ste Freude“ HoWV X.Anh.6

Johann David Heinichen 1683-1729

Konzert für zwei Corni da caccia und Orgel

Vivace – Arioso – Allegro

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Choralvorspiel für Orgel, BWV 740

“Wir glauben all an einen Gott”

Zwei Choralvorspiele für Trompete und Orgel

Gottfried August Homilius

„Nun freut euch, lieben Christen gemein“ HoWV X.17       

Johann Sebastian Bach: "Wachet auf ruft uns die Stimme"     

Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge a-Moll BWV 543 für Orgel

Georg Philipp Telemann (1681-1767): Konzert D-Dur für zwei Trompeten und Orgel

Allegro-Grave/Aria/Grave-Vivace

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