30.11.2019

von B° RB

Luisenburg-Festspiele 2020

Der Beginn des Vorverkaufs für die Luisenburg-Festspiele 2020. Der Publikumszuspruch für die Saison 2020 ist außergewöhnlich groß und es gibt die ersten zusätzlichen Vorstellungen

Eisi Gulp als Brandner Kaspar

Die Festspielsaison 2020 beginnt am 26. Mai 2020 mit der Premiere des Familienmusicals PINOCCHIO nach dem weltbekannten Buch von Carlo Collodi.

Traditionell werden die Festspiele offiziell mit einem Staatsakt eröffnet, diesmal anlässlich der Premiere des Musicals DER NAME DER ROSE in der Regie von Birgit Simmler und im Beisein von viel Prominenz.

Der Reigen der Premieren setzt sich bis Ende August fort und mit dem letzten Konzert am 6. September 2020 – STAHLZEIT – RAMMSTEIN TRIBUTE – enden die Festspiele.

2020 werden sich insgesamt sechs eigene Produktionen, ein Novum in der Geschichte der Festspiele, um die Gunst des Publikums bewerben. Von diesen Produktionen sind allein vier in den letzten drei Jahren entstanden.

Neben dem Familienmusical und dem Blockbuster DER NAME DER ROSE sind das der dramatische Klassiker FAUST, die neue Komödie DER BRANDNER KASPAR 2. ER KEHRT ZURÜCK und die alpine Musikgroteske DER WATZMANN RUFT, die auf dem ursprünglichen alten Theaterplatz mitten im Felsenlabyrinth präsentiert wird.

Mit dem Musical ZUCKER, der Erfolgssensation aus diesem Jahr, kommt eine Uraufführung zur Wiederaufnahme, die den Bogen vom Fichtelgebirge bis nach Europa zur Zeit Napoleons spannt.

Ergänzt werden diese Produktionen durch die beiden Gastspiele Oper (HÄNSEL UND GRETEL) und Operette (DIE FLEDERMAUS), die im nächsten Jahr in Kooperation mit einem neuen internationalen Anbieter, der Music Hall Antwerpen, auf die Bühne kommen wird.

Die Festspiele widmen ihre Produktionen in der kommenden Spielzeit den Paradiesen, den irdischen und den überirdischen. Zwischen Himmel und Hölle sind die Geschichten angesiedelt, die auf der Felsenbühne gezeigt werden. 

Der Mensch mit seiner widersprüchlichen Natur steht im Mittelpunkt der Handlungen, die vom Mittelalter bis zur Gegenwart reichen und immer exemplarische Schicksale und Begebenheiten in Szene setzen: Wissensdurst, Machtmissbrauch und Liebeslust verleihen den Geschichten ihre Dramatik.

Das Komödiantische kommt trotzdem nie zu kurz: Der Boandlkramer – eine Paraderolle für Eisi Gulp – in BRANDNER KASPAR 2 bringt auf Erden die Verhältnisse durcheinander und in WATZMANN scheitern alle Versuche, den Gipfel zu erreichen. Im temporeichen Musical ZUCKER halten sich Spannung und Humor perfekt die Waage.

Nicht nur der Brandner Kaspar kehrt zurück, auch viele bekannte Gesichter – wie zum Beispiel Nikola Norgauer ("Singspiel auf dem Nockherberg" seit 2015) – kommen wieder ins Fichtelgebirge. Und mit Ralf Bauer ("Gegen den Wind", "Inga Lindström") kommt ein TV-Star auf die Luisenburg, der den Brandner Kaspar spielen wird.

DER NAME DER ROSE in der Inszenierung von Birgit Simmler wird an den Erfolg von DIE PÄPSTIN anknüpfen, diesmal mit üppiger Musik, die extra für die Felsenbühne neu arrangiert wird. Große Stimmen und die eindringlichen Melodien geben dem Weltbestseller nach Umberto Eco einen mystischen und geheimnisvollen Charakter, der für die Naturbühne wie geschaffen ist. So wird aus dem spannenden Krimi auch ein Musikdrama über eine Glaubensgemeinschaft, die an sich selbst zugrunde geht.

Mit FAUST kommt der Klassiker der deutschen Literatur auf die Burg. Fausts Weg zu Sinn und Erkenntnis führt ihn inmitten der Felsen durch seelische Abgründe und über viele körperlichen Hindernisse, die ihn als Mann und Gelehrten herausfordern.

Menschliche Sinnsuche als erotisches und akrobatisches Spiel, das ist nicht nur auf der Luisenburg neu.

Wolfgang Maria Bauer, der Autor und Regisseur der Fortsetzung des Brandner Kaspars, hat seine Erfahrungen mit dem Stoff – er hat selbst im "alten" Brandner mitgespielt – in eine neue Komödie gepackt, die noch komischer und verrückter ist als die legendäre Vorlage. Hochkarätig besetzt, wird die Luisenburg erneut zum Paradies.

Die deutschsprachige Erstaufführung des Familienmusicals PINOCCHIO, einer italienischen Erfolgsproduktion, arbeitet mit den besten Elementen der Commedia dell'arte und der Opera buffa. Die bekannte Geschichte der Holzpuppe, die durch viele Abenteuer hindurch muss, um ein Junge zu werden, ist so romantisch wie modern erzählt. Wieder eine der großen Familienshows bei den Festspielen, die musikalisch begeistern und szenisch faszinieren.

"Mit dem neuen Programm für den Sommer 2020 zeigen wir das ganze Spektrum des Theaters an einem Ort", sagt Birgit Simmler, die in ihrer dritten Spielzeit als künstlerische Leiterin erneut die Ansprüche der Kunst mit den Wünschen des Publikums zu verbinden weiß. "Wir wollen die Festspiele an der Spitze der Open-AirTheater sehen und das Fichtelgebirge zum Zentrum für aufregende Unterhaltungskunst machen, die weit über die Region ausstrahlt", so das Credo von Birgit Simmler.

In ideale Ergänzung zum Schauspiel- und Musiktheater ist die Konzertreihe Luisenburg-Spezial. Mit den Blockbustern – Chris de Burgh, Element of Crime, Stahlzeit, Haindling und Beth Hart – kommen die Großen des Musikgeschäfts auf die Luisenburg, die durch Spezialitäten und Raritäten ergänzt werden. "Mit moderner Blasmusik, bayerisch-kubanischem Salsa und symphonischen Highlights präsentieren wir ein Konzertprogramm, in dem jede Frau und jeder Mann, ob jung oder alt, ob Fan oder Neuling, sicherlich etwas finden wird", verspricht Birgit Simmler.

Zusätzlich werden in Wunsiedel, im Museumshof des Fichtelgebirgsmuseums, die Kabinettstücke vor einem exquisiten Publikum gezeigt. "Kammerspiel, Kabarett, Lesung und Liedkunst sind Besonderheiten, die in den Museumshof passen und dort ihr Publikum finden werden", ist sich Birgit Simmler sicher.

Harald Benz aus der Theaterleitung sieht die Festspiele gut gerüstet für die kommende Spielzeit. "Wir sind gut vorbereitet und freuen uns, dass es endlich losgeht", so der Verwaltungsleiter der Festspiele. "Der Verkauf der Tickets beginnt am Donnerstag, den 21. November pünktlich um 8.00 Uhr. Wie unsere Kunden es gewohnt sind, nehmen wir über alle Kanäle die Buchungen entgegen." Harald Benz rechnet mit einem Ansturm, weshalb das Festspielbüro am ersten Tag bis 18.00 Uhr geöffnet ist. Und er warnt: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, was heißt, am Beginn gibt es die besten Plätze für die schönsten Vorstelllungen. Besonders bei WATZMANN im Felsenlabyrinth ist die Zuschauerzahl sehr begrenzt, da kann es schnell eng werden."

Beginn des Vorverkaufs am 21. November 2019 um 8.00 Uhr. Tickets im Festspielbüro in Wunsiedel in der Tourist-Info, an den bekannten Vorverkaufsstellen, per Telefon oder Telefax und im Internet.

Der Vorverkauf der Luisenburg-Festspiele ist rekordverdächtig

Der Publikumszuspruch für die Saison 2020 ist außergewöhnlich groß und es gibt die ersten zusätzlichen Vorstellungen

"Die Zuschauer wollen das Theater, das wir machen", freut sich Birgit Simmler, künstlerische Leiterin der Festspiele nach der ersten Woche des Vorverkaufs, "das ist ein Vertrauensbeweis und zugleich ein Ansporn." Die Resonanz des Publikums auf das Programm der kommenden Spielzeit übertrifft die vorsichtigen Erwartungen der Theaterleitung.

Harald Benz, der Verwaltungsleiter, nennt eine erste Zahl: "Seit dem 21. November haben wir über 66.000 Karten verkauft, das ist so stürmisch wie 2016, als wir CATS das erste Mal im Angebot hatten." Dieser Ansturm ist auch eine Herausforderung für die Verkaufsabteilung. "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit Feuereifer dabei und leisten Großes in diesen ersten Tagen", lobt Harald Benz die Damen und Herren im Festspielbüro, die sich um jeden Kunden und jede Anfrage intensiv kümmern.

Aufgrund der starken Nachfrage haben die Festspiele die ersten Zusatzvorstellungen eingeplant. Für die neue Komödie DER BRANDNER KASPAR 2 ist das Interesse erwartungsgemäß so groß, dass am 18. Juli 2020 um 15:00 Uhr eine weitere Vorstellung angeboten werden kann. "Die Fortsetzung der alten Geschichte vom Boandlkramer und dem Brandner elektrisiert unser Publikum", sagt Harald Benz dessen Strategie es seit langem ist, auf die Nachfrage flexibel und betont zuschauerfreundlich reagieren zu können.

Diese zusätzliche Samstagnachmittag-Vorstellung entspricht dem Trend, dass komplette Familien, also mehrere Generationen, gemeinsam die Festspiele erleben möchten. "Wir registrieren, dass unsere Familienangebote auf große Resonanz stoßen", ergänzt Harald Benz, "und das wundert uns nicht, schließlich ist Theater unter freiem Himmel ein Vergnügen, das man teilen möchte und das Jung und Alt verbindet."

Für den Klassiker FAUST bieten die Festspiele ebenfalls eine zusätzliche Vorstellung an. Am Vormittag des 14. Juli 2020 wird die bunte, artistische Sinn- und Liebessuche des Dr. Faust den jungen Menschen ein ungewohntes und spektakuläres Drama präsentieren. "Wir nehmen den gelehrten Mann und seine abenteuerliche Flucht in Liebeskämpfe und Teufelspakte sehr ernst", sagt Birgit Simmler über die neue Inszenierung auf der Felsenbühne.

Die Festspielleitung wird auch in Zukunft so gut es geht auf das Zuschauerinteresse und die Wünsche des Publikums Rücksicht nehmen. "Wir sind und bleiben sehr nah an unserem Publikum und reagieren auf deren Bedürfnisse", verspricht Harald Benz.

Hier die aktuellen Zusatzvorstellungen im Detail:

DER BRANDNER KASPAR 2. ER KEHRT ZURÜCK am Samstag, den 18. Juli 2020 um 15:00 Uhr. Die Tragödie FAUST am Dienstag, den 14. Juli 2020 um 10:30 Uhr. 

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